Ελλάδα und seine Landküche – aber fangen wir hinten an: Joghurt mit Früchten und Honig

Wer diesen Blog Desöfteren besucht mag bemerkt haben, dass die Küche, die ich liebe oft wenig spektakulär ist und  gerne auf Zutaten basiert. Kurz: Eher bodenstädig denn abgehoben oder raffiniert, um es mal positiv auszudrücken :-). Dazu passt perfekt die griechische Küche. Zitronen, Knoblauch, Olivenöl, Petersilie und Feta sind Grundzutaten einer Küche, die sich in unterschiedlicher Konstellation in verschiedenen Gerichten wiederfinden. In Kombination mit anderen guten und frischen Zutaten aber immer ein Gedicht, wenn Ihr mich fragt.
Und immer ehrlich.

Heute fange ich an, nach unserer Pfingst-Ferien-Stipvisite am östlichen Mittelmeer, eine Reihe von griechischen Rezepten aufzuschreiben. Und ganz untypisch fange ich hinten an, mit dem Nachtisch. Bei der Auflistung oben habe ich den Joghurt vergessen, gut abgetropft mit Gurke und viel Knoblauch zur alle-Essen-begleitenden-Mezze Tzaziki hergerichtet schmeckt der einfach frisch und köstlich. Aber wir haben dann ja auch noch Honig in der Region Arkadien auf der Peleponnes gekauft…..

χρειάζεστε

  • einen Teller
  • einen Teelöffel
  • Messer & Brett
επεξεργάζεται κάποιος
  • 350g griechischen Joghurt (10%)
  • 2 Aprikosen
  • 1 Pfirsich
  • eine handvoll Erdbeeren
  • … oder andere Früchte, je nach Geschmack
  • 2 TL griechischen Honig

Das Obst waschen, den Joghurt auf dem Teller anrichten, Arikosen vierteln, Pfirsiche achteln und große Erdbeeren halbieren. Den Honig auf der Oberfläche des Joghurts verteilen und mit Früchten anrichten. Dauert alles in allem 2 Minuten….

 

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]Schukrut garnie[ – oder Sauerkraut nach Elsäßer Art

tmp_9539-dsc_0430-466115082Sowohl das Kochen als auch der anschließende Genuß dieses echten Klassikers ist jetzt schon ein paar Wochen her, aber ich bin ja immer auf der Suche nach den wirklichen traditionellen Klassikern dieser Erde im Ganzen und daher wollte ich dieses Rezept der Vollständigkeit halber auf jeden Fall hier im Blog sehen. Wer von euch mal in Straßburg oder einer anderen elsäßischen Stadt war, wird der Begegnung mit diesem Gericht nicht aus dem Weg gegangen sein können. Sei es als Rezept in den „schönsten“ oder sagen wir besser „interessantesten“ Darreichungsformen (Postkarte, Porzellanteller, Schürze, Küchenhandtuch, …) oder spätestens bei der Einkehr in eines der Gasthäuser. Und eigentlich spielt das Sauerkraut ja eine untergeordnete Rolle, es geht darum den Teller mit viel Fleisch und Wurst zu belegen.

Hardware:

  • eine Schmorpfanne oder Schmortopf
  • ein Holzlöffel
  • Messer & Brett
  • ein Schälmesser
  • unseren Gasgrill samt Grillzange

Software:

  • 600g elsäßer Sauerkraut (das ist weniger sauer)
  • 400g Kasseler (ideal nur geräuchert, nicht vorgegart)
  • 200g durchwachsener Speck
  • 2 – 4 Knackwürste, Saucisse Vaudoise oder was ihr eben so habt
  • 2 große Zwiebeln
  • 2 Äpfel
  • 3-4 EL Butter
  • 1/2 l trockener Weißwein
  • etwas Kümmel
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4-5 Körner Piment
  • Pepe e Sale
  • Kartoffeln

tmp_9422-dsc_04201121900735Und los geht’s – das ganze braucht seine Zeit: Das Kasseler in 1.5 cm dicke Scheiben schneiden und auf dem Grill von jeder Seite 3-4 Minuten anbraten, so kriegen wir schöne Röst-Aromen hinein. Dann das Fleisch beiseite stellen, wir wenden uns dem eigentlichen Gericht zu.

Die Zwiebeln und Äpfel schälen und würfeln und im Schmortopf in der Butter bei mittlerer Hitze leicht anschwitzen, so das Sie weich werden aber nicht anrösten. Das Sauerkraut ausdrücken, so das es gut entsaftet wird und dazu geben, ordentlich umrühren.

Das Ganze nun vorsichtig pfeffern, ca 1/2 TL Kümmel, Lorbeerblatt und zerstossene Pimentkörner dazu geben, enbenso wandern das Fleisch und der in Stücke (nicht zu klein) geschnittene Speck in den Topf. Das Ganze noch mit dem Weißwein ablöschen und bei geringer Hitze unter gelegentlichem Rühren etwa 1.5h ohne Deckel schmurgeln – das geht auch im Backofen bei 160°. Ich habe die Beilagenkartoffeln einfach mit in den Topf gegeben, so ziehen Sie in der ganzen Geschmacksgemengelage einfach durch. Nach den genannten 1.5h die Würste dazu geben und nochmal eine knappe halbe Stunde mitschmurgeln lassen. Das Gericht wird erst am Ende gesalzen, dann wisst ihr, wieviel Salz der Speck abgegeben hat. Auf den Teller damit, einen Klecks guten Senf dazu und E Gueter!

Im Elsaß wird dazu übrigens gerne ein Cremant, also ein handgerüttelter Sekt gereicht. Ich habe mich mit einem simplen Bier (s. Photo) begnügt. Ich würde aber jedem empfehlen, sich durchaus mal an die Elsäßer W(eißw)eine heran zu trauen. Wer meint den Geschmack eines Rieslings blind erkennen zu können, der sollte mal einen aus dem Elsaß trinken. Und ich gehöre ja sogar zu den Leuten, die gerne mal einen Gewürztraminer trinken….

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