Zutaten unter eigener Kontrolle: Süßkartoffelchips mit Dip

Wenn man Chips nicht nur kauft, sondern auch dem unwiderstehlichen Verlangen, die Tüte SOFORT aufzureissen und alles auf einmal zu Verspeisen nicht widerstehen kann, dann sollte man um dem entgegen zu wirken im Supermarkt ansetzen: Kauft euch eine dicke Süßkartoffel und redet euch ein, die Chips künftig selber zu machen. Ob das gesünder ist oder die Chips dann weniger Fett enthalten als die gekauften, sei mal dahin gestellt. Aber eines ist sicher: Das, was drinnen ist, liegt zu 100% in eurer Hand – wir brauchen keine komischen GEschmacksverstärker, StabilisatorEn oder KonserviErungsmittel mit irgendwelchen E-Nummern. Außerdem schmeckt’s echt super, so wie gestern als Beilage zum Vorspeisen-Salat.

Wir arbeiten mit:tmp_12489-dsc_0136476829860

  • unserem besten &schärfsten Messer & Brett
  • einer Schüssel
  • einem Löffel
  • einem Backblech samt Backpapier
  • einem kleinen Schälchen (für den Dip)

Wir verarbeiten:

  • 1 Süßkartoffelknolle (bzw. einen Teil davon)
  • 1-2 EL Olivenöl
  • Pepe e Sale
  • 5 EL Creme Fraiche
  • 1/2 Knoblauchzehe

tmp_12489-dsc_0137849108714Und los geht’s damit, das wir die Süßkartoffel gründlich waschen und die vordere Spitze abschneiden, so das der Durchmesser jetzt etwa 5 cm beträgt. Dann schneiden wir mit dem Messer hauchdünne, möglichst gleichmäßige, Scheiben herunter (wer einen entsprechend tauglichen Hobel o.ä. hat, kann natürlich auch den benutzen). Die Scheiben kommen in die Schüssel, dazu gibt man ordentlich Salz (Fleur de Sel) und Pfeffer und anschließend das Olivenöl. Mit dem Löffel alles gründlich durchmischen, so das alle Scheiben beidseitig mit Olivenöl benetzt sind.

Die Scheiben auf dem Backblech (auf Backpapier) verteilen, bei 200° in den Ofen geben. Die Scheiben nach ca. 10 Minuten wenden und nach weiteren 10 Minuten heraus nehmen. Es kann sein, das die dünneren Scheiben schneller fertig sind, schaut euch das Ergebnis einfach alle paar Minuten an.

Für den Dip die Knoblauchzehe zerdrücken & fein hacken und mit Pfeffer & Salz mit der Creme Fraiche vermischen und alles mindestens eine Stunde im Kühlschrank  ziehen lassen.

 

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die eigene Küche ruft: S-A-T-Feta (Süßkartoffel-Aubergine-Tomate mit Feta) und Creme Fraiche-Dip

Reisen sind ja schön. Man sieht was von der Welt und wenn es sich irgendwie einrichten läßt, dann muß natürlich auch auf Reisen eine „eigene“ Küche zur Verfügung stehen. Wie sonst kann man die Köstlichkeiten des Reiselandes so verarbeiten, wie man es gerne möchte? Ins Restaurant gehen ist mal schön, aber hands on macht einfach mehr Spaß. Nun und dann gibt es Reisen, da geht das nicht, weil man eigentlich auch keine Zeit hat – so geschehen letzte Woche in Korea. Aber jetzt bin ich wieder da und verunstalte mit Freude wieder die eigene Küche. Und was da wohl hinaus kommt, ist manchmal durchaus berichtenswert.

So wie gestern: S-A-T-Feta. Man könnte es auch S-E-L-Gut nennen. Schnell, Einfach, Lecker…. die besten Gerichte eben.

Das Gemüse ist schön verdeckt unterm Feta-Schnee

Das Gemüse ist schön verdeckt unterm Feta-Schnee

Und das mußt  du hinterher spülen:

ohne Feta-Gebirge

ohne Feta-Gebirge

  • eine Auflaufform
  • eine Pfanne
  • einen Sparschäler
  • eine Schale für den Dip
  • Messer & Brett

(Das Messer wird natürlich nur vorsichtig geputzt!)

Und das werfen wir rein:

  • eine Süßkartoffel
  • eine Aubergine
  • drei Tomaten
  • 200g Feta
  • 2+1 Knoblauchzehe/n
  • 10 + 2 EL EL Olivenöl
  • etwas getrockneten Oregano
  • Pepe e Sale
  • DSC_1170

    ein Teller buntes

    200g Creme Fraiche

  • 2 EL gehackte Petersilie

Die Süßkartoffel schälen und grob würfeln (3×3 cm). Die Pfanne mit 2 EL Olivenöl erhitzen und die Süßkartoffel-Würfel darin einige Minuten anbraten. Anschließend Kartoffeln in die Auflaufform geben, Aubergine wuer dritteln und längs in Achtel-Spalten schneiden, in die Pfanne geben und 4-5 EL Olivenöl dazu geben, durchscxhwenken und ebenfalls einige Minuten anbraten. Währenddessen den Knoblauch schälen und fein hacken, ganz am Ende zu den Auberginen in die Pfanne geben, durchschwenken und ebenfalls in die Auflaufform geben.

Tomaten in ähnlich große Würfel wie das andere Gemüse schneiden und in die Auflaufform geben, das restliche Olivenöl dazu geben, pfeffern, salzen und alles einmal durchmischen. Am Ende mit Oregano bestreuen. zum Schluß den Feta mit der Hand zerbröseln und oben drüber verteilen. Das Ganze nun für 25 Minuten bei 180° Umluft in den Ofen geben.

nochmal lecker

nochmal lecker

Für den Dip Creme Fraiche, gehackte Knoblauchzehe, Petersilie 2 EL Olivenöl, Slaz und Pfeffer in der Schale vermischen und kalt stellen.

Und der Wein?

Dazu passt sehr schön was Weißes, obwohl ich gestern einfach den bereits offenen Cuvee Julia vom Chateau de l’Ille aus dem Corbieres mit satten Carignan, Grenache und Syrah-Noten auf den Tisch gestellt hatte. Der tat’s auch.

„Escalivade de legumes“ – katalanisches Gemüse mit Frankfurter Einschlag

Mein Thema bleibt „Völkerverständigung durch Kulinarisches„. Der Rheinländer sagt „jebratenes Jemöös„, die Italiener nennen es „Antipasti„, die Spanier „Tapa“ und der Katalane deckt mit Ähnlichem gleich alles ab: Vorspeise, Beilage oder Hauptgericht. Es geht um wunderbar wohlschmeckendes Gemüse wie Paprika, Zucchini, Tomaten und Auberginen, das man im südlichen Frankreich wie überhaupt in mediterranen Gefilden in hervorragender Qualität bekommt. Und da ich selbst kürzlich im Paradies war, weiß ich wovon ich rede. Um den nordeuropäischen Touch als Gegenpol zu haben, wurde das Gericht kombiniert mit einer Kräuter-Creme-Fraiche, die ich mit den originalen Frankfurter Grie SosKräutern gemacht habe. Völkerverbindung eben.

meine "Escalivade de Legumes"

meine „Escalivade de Legumes“

Diesmal geht es nicht so schnell wie sonst oft, sondern man braucht Zeit und idealerweise gutes Wetter, denn wenn man das Gemüse vorgrillen möchte, ist der beste Ort dazu natürlich draußen. Und den besten Geschmack gibt einfach der Grill her. Ich habe diese Werkzeuge benutzt:

Gemüse auf Grill

Gemüse auf Grill

  • wie erwähnt Grill und Backofen
  • eine Grillzange
  • ein Glas oder eine kleine Schale
  • ein kleiner Mörser
  • eine Auflaufform
  • eine Schale oder Schüssel
  • ein Teller mit Küchenkrepp ausgelegt
  • Messer & Brett

Und das habe ich an Zutaten für die Escalivade genommen, wobei die Zutaten natürlich nach Gusto variabel sind:

  • eine gelbe Zucchini
  • zwei kleine Auberginen
  • zwei schöne feste San Marzano-Tomaten
  • eine rote Paprika
  • zwei rote Spitzpaprika
  • zwei Frühlingszwiebeln
  • zwei Knoblauchzehen
  • einige Zweige Thymian
  • 6 EL gutes Olivenöl, nicht zu scharf
  • 2 EL Vinaigre de Cidre (ideal: Vinaigre de Banyul)
  • Fleur de Sel

Grüne Soss-Kräuter-Creme-Fraiche-Dip:

vor dem Backen

vor dem Backen

  • 150 g fein gehackte Kräuter (Schnittlauch, Borretsch, Zitronenmelisse, Pimpinelle, Kerbel, Petersilie, Dill)
  • 250 g Creme Fraiche
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • Fleur de Sel

Und so habe ich’s gemacht: Für den Dip Knoblauch fein hacken und zusammen mit den restlichen Zutaten in die Schale geben, mit Salz abschmecen und kühl stellen. Und das am besten einige Stunden vor dem Essen, damit alles schön durchzieht.

Dann bereiten wir das Gemüse vor. Aus den Paprikas schneiden wir schöne Filets, Zucchini und Auberginen habe ich je einmal längs und quer halbiert und die Stücke dann längs gedrittelt, so das eine Art „Keil“ entsteht. Die Frühlingszwiebeln habe ich auf 2/3 eingekürzt und dann ebenfalls längs halbiert. Danach wurde der Grill angeworfen und alles recht scharf angebraten, denn das Gemüse muß nicht durch sein – es wird ja noch gebacken hinterher. Bei der Paprika sollte die Haut aber schwarze Blasen werfen, damit wir selbige abpiddeln können.

Das gebratene Gemüse in der Auflaufform drapieren, bei der Paprika, wie gesagt noch die Haut abziehen.Es gibt auch Rezepte, die das Vorgrillen nicht empfehlen, ich aber mag den Geschmnack gegrillten Gemüses, daher habe ich es vorgegrillt.

Für das Thymian-Öl den Knoblauch fein hacken und im Mörser mit ca. 2 EL Olivenöl mörsern und in die kleine Schale geben. Den Thymian zupfen und mit dem restlichen Olivenöl dazu geben, umrühren und beiseite stellen.

Die Tomaten in Scheiben schneiden und zum Gemüse in die Auflaufform geben. Alles mit etwa der Hälfte des Thymian-Öls beträufeln und dann für ca 45 Minuten bei etwa 100 Grad in den Backofen geben. Je nachdem, ob Ihr die Escalivade heiß, warm oder kalt essen wollt, entsprechende Abkühl-Zeit einplanen. Nach dem Backen wird das Gemüse zuerst mit dem Essig und dann mit dem restlichen Öl beträufelt. Zum servieren Escalivade auf den Tisch stellen oder auf Vorspeisentellern mit einem Löffel Dip arrangieren. Als Sättigungsbeilage passen wunderbar Rosmarin-Kartoffeln dazu.

Fingerübung II: Schneller Auberginen-Dip

Babagounesh heißt das Zeug, was glücklich macht und das ich hier nach der ersten „Fingerübung für Hüftgold“ als Zweite dieser Reihe einstelle. Aber meine bisherige Herstellung dieses Dips war immer sehr zeitaufwendig, weil ich die Auberginen vorher 1.5h im Ofen gebacken hatte. Diese Zubereitungsart hier ist nicht nur einfacher, sondern auch wesentlich schmackhafter. Ausgelöst wurde das Ganze vom letzten Stück der in vorherigen Beiträgen bereits beschriebenen Auberginen-Flut. Also, was macht man mit einer halben Aubergine, wenn nicht einfach braten? Die Antwort ist erst braten, dann Babagounesh!

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Wir brauchen:

  • eine Pfanne oder unseren (Gas-)Grill
  • Messer & Brett
  • eine hohe Schüssel
  • den Pürierstab

Und an Zutaten (für ein kleines Schälchen)

  • eine halbe Aubergine
  • 2 EL Tahina-Paste
  • 1-2 EL Joghurt (10%)
  • eine handvoll Petersilie
  • ein Stück Chilli
  • eine Knoblauchzehe
  • 2-3 EL Zitronensaft
  • Olivenöl zum anbraten
  • eine Prise Kreuzkümmel gemahlen
  • Pepe e Sale

Aubergine in Scheiben schneiden, je nach vorhandener Zeit salzen und warten oder direkt mit Olivenöl grillen (oder in der Pfanne braten). Auberginen zusammen mit Tahina, Knoblauch, Chilli, Petersilie pürieren und je nach Konsistenz Joghurt dazu geben. Am Ende mit Pfeffer, Salz, Zitronensaft und Kreuzkümmel abschmecken und kalt stellen.

Passt wunderbar zu Lammkoteletts, Lamm-Hack-Kouftas oder einfach auch als Dip zu Brot.