Auch 2018 keine Diättendenzen. Machen wir ‚Büffel-Mozzarella mit Kapern‘

Die schlechten Gewissen laufen entweder für ein paar Wochen am Rhein oder versuchen sich an einer Diät. Während Ersteres, würde man es länger durchhalten, noch Spaß macht und durchaus Sinn ergibt, halte ich Diäten in der klassischen Form für einen der größten durch Menschenverstand ersonnenen Schwachsinn: Weil wir uns nicht im Griff haben, müssen wir uns jetzt ein paar Wochen selber geißeln und essen nur Sachen, die keinen/wenig/kaum Spaß machen.

Würde man sich vernünftig und in Maßen ernähren, bräuchte man keine Diät. Das heißt jetzt nicht, das ich der Meinung habe, das ich meine Idealfigur habe oder nicht auch gerne mal zu viel esse. Aber ich würde im Leben keine Diät im Sinne von Verzicht, Ernährungsplan usw. machen. Das man grundsätzlich weniger Pommes&Co. essen sollte, ist ja keine Diät ;-). Aber kommen wir zum vorgeschlagenen Rezept – für Diätisten vermutlich leider unmöglich, für den Rest, kommt es darauf an, den möglichst besten Büffel-Mozzarella aufzutreiben. Dann läuft es unter Vorspeise oder kleine Schweinerei. Und an die anderen: Versucht es erst gar nicht mit sogenanntem Light-Mozzarella. Den gibt es nur weil die Lebensmittel-Industrie ein neues Produkt platzieren möchte, nicht weil der Mensch sowas an sich brauchen würde.

Wir statten uns aus mit

  • 2 kleinen Schälchen
  • unserem Zestenreißer
  • Messer & Brett

Wir legen auf das Brett:

  • 1 originaler Büffel-Mozzarealla (ca. 150g)
  • 1 Limette
  • 1 EL gesalzene Kapern
  • Pul Biber (türkisches Gewürz)
  • 2 EL allerbestes mildes Olivenöl

Und wir legen los: Den Mozzarella in ca. 1cm feiste Scheiben schneiden und so gerecht auf die beiden Schälchen verteilen, wie man möchte und ein wenig Pul Biber darüber streuen. Das grobe Salz von den Kapern abwaschen und selbige dann mit dem Messer fein hacken und ebenfalls (gerecht!) über den Mozzarella verteilen. Wir quälen die Limette weil wir einige Zesten aus der Schale reißen (Aua!), diese grob hacken und ebenfalls oben drüber geben. Jedes Schälchen wird jetzt mit ca. 1 TL Limettensaft und 1 EL Olivenöl beträufeln und fertig ist der Spaß. Wir haben eine geile kleine Vorspeise, die sich auch gut auf jeder Vorspeisenplatte oder als Zwischengang macht.

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Antwort auf die Sommerhitze: knackfrischer Hitzesalat mit Buttermilchdressing

Es ist heiss, es ist sogar sehr heiss. Und das ist gut so. Ich wundere mich immer über die Leute, die den Winter über den Frühling oder Sommer herbeisehnen und dann kommt der Sommer und dann heisst es: „Mer wollte Sommer han, kei drissich Jraad“ – ja was denn? Wollt Ihr lieber mit Schal und dickem Pulli auf Terrasse oder im Biergarten sitzen? Ich nicht. Allerdings reduziert sich mein Bedürfnis zu Essen auf ein Minimum und das dann auch lieber zu den Tagesanfängen oder -enden. Auf jeden Fall muß etwas Frisches her!

Und so wenig müssen wir spülen:

  • Messer & Brett
  • ein Schraubverschlußglas
  • ein kleiner Topf
  • 2 Salatteller

Dafür umso mehr schnibbeln:

  • 1 echter Büffelmozarella
  • 20-24 Zuckerschoten
  • 4 Radieschen
  • 1/3 Salatgurke
  • 2 kleine Tomaten
  • 1/4 eines kleinen Radicchio
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1/2 Bund Schnittlauch
  • 0.1l Buttermilch
  • 4-5 EL Olivenöl
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Vinaigre de Banyuls (oder anderer Weinessig)
  • Pepe e Sale

Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Nun im Schraubverschlußglas Buttermilch, Essig, Zitronensaft, Olivenöl mit Schnittlauchröllchen, Pfeffer und Salz vermengen und ordentlich aufschütteln und anschließend kalt stellen. Jetzt das ganze Gemüse schneiden, wir fangen mit der Gurke an. Die schneiden wir in feine (1mm) Scheiben, leicht salzen und beiseite stellen. Radieschen ebenfalls in Scheiben schneiden, die Zuckerschoten im Topf mit leicht gesalzenem Wasser ca. 3 Minuten kochen, dann mit kaltem Wasser abschrecken. Die Tomaten vierteln, die Frühlingszwiebel schräg, den Radicchio gerade in feine Scheiben schneiden.

Für den Zusammenbau zunächst die Gurkenscheiben vorsichtig ausdrücken und als Häufchen auf die Teller verteilen. Darüber legen wir in dieser Reihenfolge die die Radieschenscheiben, danach Radicchio und Frühlingszwiebel, so das ein schön geschichteter Haufen entsteht, auch wenn es heiß ist, das Auge ißt mit! Die Zuckerschoten und Tomatenviertel nun noch um den Berg herum auflegen. Am Schluß die kalte Salatsauce oben drüber verteilen und obenauf den zerpflückten Mozarella legen und Teller sofort kalt mit Weißbrot servieren.
Dazu passt ein kühler, trockener Rosé so wie der Cuvée Champêtre vom Weingut Le Vieux Pressoir aus der Touraine, von dem ich letztens per Eigenimport mal wieder Weine bestellt habe.