bevor er sich Schlafen legt: grüner Spargel auf Ziegenkäse im Bresaola-Schlafsack

Bald, also in knapp 3 Wochen ist Johannistag und obwohl selbst ich vor der offiziellen Spargel-Saison schon nicht-europäischen grünen Spargel gewildert habe. Aber hierzulande weiß ja jedes Kind, das sich der Spargel an jenem Tag schlafen legt, obwohl der Johannistag eigentlich sozusagen ja die Gebutstagsparty von Johannes dem Täufer ist. Also, bald ist Schluss mit dem Hype: Der übrig gebliebene Spargelwein wird zu Essig verarbeitet und alle Schweine schicken ein Gebet zum Himmel, weil ihre Pobacken ab dann für den Rest des Jahres nicht mehr zu billigstem Preßschinken verarbeitet werden (müssen).

 

 

 

 

Eigentlich präsentiere ich hier eine Perfektion des klassischen Spargelröllchens, das auf keinem Buffet aus den 80-ern fehlen durfte. Wir ersetzen den Dosenspargel mit Frischem, schlechten gegen guten Schinken und Mayonnaise durch Ziegenfrischkäse. Fazit: Geht doch!

Für den Bettenbau brauchen wir das:

  • eine Pfanne
  • eine Schale
  • einen Eßlöffel
  • Messer & Brett

Für’s Bett (samt Inhalt)selber dies:

  • 12 Stangen grüner Spargel

    den Knoblauch nehmen wir mit!

  • 4 große Scheiben Bresaola (oder Bündner-Fleisch)
  • 2 kleine Ziegenfrischkäse, je 50g
  • 2 EL Pinienkerne
  • 2 EL grob gehobelter Parmesan
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 schöne San Marzano Tomate
  • 1/2 handvoll Basilikum Blätter
  • Olivenöl zum Braten
  • gutes, mildes & fruchtiges Olivenöl
  • ein paar Spritzer Zitronensaft
  • Fleur de Sel e Pepe

Bresaola at it’s best

Zunächst die Pinienkerne in der Pfanne rösten, herausnehmen und beiseite legen. Den Spargel waschen und quer halbieren, wir verwenden hier nur die vorderen Hälften mit den Spitzen, den Rest dann anderweitig verarbeiten. Den Knoblauch schälen und grob hacken und dann mit 3-4 EL Olivenöl in die Pfanne geben. Den Spargel (also unsere vorderen Hälften) dazu geben und für etwa 12 Minuten bei mittlerer Hitze braten, Pfanne vom Herd nehmen und den Spargel erkalten lassen.

Währenddessen die Tomate wirklich fein würfeln, den Basilikum fein hacken und alles mit einigen Spritzern Zitronensaft in der Schale vermengen. Die Tomatenwürfel bilden gewissermaßen später die Schlafunterlage.

Nun geht’s zum Schlafsackbau. Dazu eine Scheibe Bresaola flach auf das Brett legen, mit dem Messer je 1/2 Ziegenkäse auf 2/3 der Fläche verstreichen, je drei Stangen Spargel auflegen, mit ein paar Pinienkernen bestreuen und mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen, dann das Ganze fest einrollen.

Zum Anrichten je 1-2 Löffel der Tomatenwürfel auf einen Teller geben, 2 Schlafsäckchen anlegen, mit Pinienkernen und gehobeltem Parmesan bestreuen und obendrauf etwas Fleur de Sel streuen und etwas von dem milden Olivenöl träufeln.

Ein Traum vor dem Tiefschlaf!

Spargelröllchen auf (m)eine Art: Grün mit Bresaola und Rucola

Zum Glück gehörte ich nicht mehr zu der Generation, die weißen Spargel aus dem Einmachglas mit Mayonnaise eingerollt in quaddeligen Press-Hinterschinken für eine besondere Delikatesse halten musste. Da gefallen mir diverse Food-Bewegungen und die allgemeine Kreativität heutzutage doch wesentlich besser. Allerdings ist das auch ein Stück weit unfair, denn natürlich ist das Angebot alleine an Zutaten heutzutage wesentlich größer.

Und deshalb, genau deshalb kann man Spargelröllchen auch salonfähig zubereiten. Zum Beispiel so:

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Das wird zum Bearbeiten gebraucht:

  • ein mittelgroßer Topf
  • ein Spargelschäler
  • einen Eßlöffel
  • Messer & Brett

Das wird zum Verarbeiten verbraucht (für 4 Röllchen):tmp_4583-DSC_0008-47086245

  • 8 Stangen grüner Spargel
  • 4 Scheiben Bresaola (oder Bündner Fleisch, wobei das kleiner ist, oder Parma-Schinken)
  • 2 handvoll Rucola (32-40 Blätter genau ;-))
  • 2 EL Ricotta
  • 2 kleine wohlschmeckende Tomaten
  • 3-4 EL feines, grasig schmeckendes Olivenöl
  • einige Spritzer Zitronensaft
  • 4 Scheiben Weißbrot, gerne schon etwas angetrocknet
  • Pepe e Fleur de Sale

tmp_4583-DSC_0012-1617579255Den Spargel um ca. 1/4 kürzen, Enden ggf. schälen und ca. 5 Minuten mit etwas Wasser im Topf bissfest kochen, danach sofort mit kaltem Wasser abschrecken, damit die Stangen schön grün bleiben.

Nun je eine Scheibe Bresaola mit 1/2 EL Ricotta bestreichen, pfeffern, salzen, dann etwa 8-10 Rucola-Blättchen und zwei Stangen Spargel auflegen, etwas Olivenöl und Zitronensaft drüber träufeln und das Ganze einrollen.

Das Weißbrot im Ofen ca. 5 Minuten etwas cross backen (oder auf dem Toaster). Zum Anrichten je zwei Röllchen und zwei Weißbrotscheiben auf dem Teller anordnen, eine Tomate vierteln und Stücke dazu legen. Das restliche Olivenöl drüber träufeln. Am Ende noch etwas Pfeffer mit einigen wenigen Flöckchen Fleur de Sel darüber geben.

Dazu passt natürlich ein Sommer-Rosé oder ein fruchtiger Weißwein, ich liebe ja Sauvignon Blancs von der Loire. Diesmal gab es aber einen südfranzösischen Sauvignon Blanc von der Domaine de Coussergues aus dem Languedoc; frisch, fruchtig mit dezenter Säure, zu beziehen für derzeit 5 faire Euro beim Weinhandel Le Vin Rouge.