in Zeiten der WG: Nudelauflauf – heutzutage: Ditaloni in Sahne-Pekorino mit Feta-Petersilienkruste

Jaja, die guten alten WG Zeiten: Wer hat mein [hier wahlloses Lebensmittel eintragen] aufgegessen? Herrlich – zumindest in der Rückschau. Und dann musste eben auf den Tisch, was noch da war, und das war entweder „üble Pfanne„, „Nudelauflauf Kühlschrank“ oder auch „Reis mit Sch….„.

Heute, einige Jahre später essen wir gesittet und gesetzt, können aus einem Fundus an Wein wählen und tun beim Kochen dasselbe rein, aber wir nennen es halt anders. Schmecken tut’s trotzdem ;-).

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Und diese Utensilien hat auch jede WG-Küche parat (spülen tun eh die anderen!):

  • einen kleinen Topf
  • eine Auflaufform
  • einen Löffel
  • eine Käsereibe
  • Messer & Brett

Und das sollte der Kühl-/&Schrank hergeben:tmp_25602-DSC_03761660707497

  • 250g Ditaloni (oder andere kleine Nudeln)
  • 200g Sahne
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 1 Tomate
  • 4 getrocknete Tomaten
  • 100g fein geriebener Pekorino oder Parmesan
  • 100g Feta
  • eine handvoll gehackte Petersilie
  • zwei Knoblauchzehen
  • 4 EL Olivenöl
  • etwas Pfeffer

tmp_25602-DSC_0378-1867428699Wir machen uns erstmal ein Bier vom Mitbewohner klar und drehen die Anlage bis zum Anschlag auf. Stairway to Heaven oder auch Whole lotta love wären durchaus geeignet, aber Back in Black tut’s auch. Wesentlich länger als diese drei sind wir auch gar nicht aktiv. Den Rest besorgt der Ofen und wir können uns weiter in Erinnerungen der Vergangenheit verlieren.

Also. Knoblauchzehe schälen, fein hacken, die getrockneten Tomaten ebenso. Alles mit 1 EL Olivenöl im Topf leicht anbrutzeln und dann mit der Hälfte des Weißweins ablöschen, kurz aufkochen, Sahne dazu geben und etwas pfeffern – Salz brauchen wir nicht, der ganze Käse hat genug davon (und der Mitbewohner hat’s beim Einkaufen vermutlich eh vergessen). Das ganze bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten ohne Deckel (der ist sowieso unauffindbar) einkochen.

Währenddessen das restliche Olivenöl in die Auflaufform geben und die Ditaloni oben drauf, das Ganze mit dem Löffel verrühren, so das sich das Öl überall verteilt. Tomate fein würfeln und ebenfalls darunter mischen.

tmp_25602-DSC_0380-259998322Den Pekorino fein reiben und 2/3 kurz vor dem Ende der 10 Minuten in den Topf geben. Die Masse nochmals rühren und alles über die Ditaloni in die Auflaufform geben und einmal durchmischen, dann den restlichen Pekorino oben drauf geben und bei 180° Umluft für etwa 15-17 Minuten in den Ofen geben. Währenddessen Feta hacken und mit der Petersilie vermischen.

Nach der angegebenen Zeit sollte sich eine leichte Kruste gebildet haben. Die rühren wir mit dem Löffel unter, geben das Feta-Petersilien-Gemisch oben drauf und das Ganze zurück in den Backofen. Je nach Nudel für nochmal etwa 12 Minuten, die letzten 5 davon ruhig mit Oberhitze, damit die Kruste dann auch der neben den Herdplatten auf dem WG-Herd gleicht. Dann heiß servieren und den Wein dazu trinken, der da ist.
Oder weiter das Bier vom Mitbewohner.

Prost.

 

 

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mal wieder Resterampe: Yufta-Teig-Quiche, die mit Birne besser gewesen wäre …

Yufta-Teig in Auflaufform

Yufta-Teig in Auflaufform

After-Weihnachten. Das ist die Zeit wo derKühlschrank voll von angebissenen oder angeknabberten Resten, angebrochenen Packungen, teilweise Aufgebrauchtem ist. Kurz: Zeit für Küchen-Kreativität!

Wir benötigen an Gerät:

  • eine Auflaufform
  • ein Backpinsel
  • Messer&Brett
  • eine hohe Schüssel
  • einen Schneebesen
bunt belegt

bunt belegt

Und diese Reste verschwinden:

  • 200g Yufta-Teigblätter
  • 2 Eier und ein Eigelb
  • 112 g Creme Fraiche
  • 100 g Gorgonzola
  • 40g Fontina
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 gebackene Paprikaschote
  • 12 Scheiben Lardo (oder anderer guter Speck)
  • ein Reststück Butter
  • 5-6 Zweige Thymian
  • Pepe e Sale

    Gorgonzola drüber verteilen

    Gorgonzola drüber verteilen

Die Auflaufform mit Butter ausfetten und dann die Teigblätter so hineinlegen, das sie eine einigermassen dichte Form in der Form ergeben, denn nachher giessen wir ja die Ei-Creme-Fraiche -Masse hinein.

Dann belegen wir den Boden mit Paprika, der in Scheiben geschnittenen Zwiebel, dem in Streifen geschnittenen Lardo und den Thymianblättern und denken einmal kurz darüber nach, das es toll wäre, wenn die halbe Birne nicht verschimmelt gewesen wäre. Die würde hier nämlich perfekt hin passen. Aber keine halbe Birne mehr da, als aufhören zu jammern. Falls ihr das mal nachmacht und eine Birne habt – hinein damit, es kann nur (noch) besser werden!

Sieht aus wie Quiche, schmeckt wie Quiche mit Flammkuchen

Sieht aus wie Quiche, schmeckt wie Quiche mit Flammkuchen

Anschließend verteilen wir den Gorgonzola gleichmässig oben drüber und darauf die in Stücke geschnittene Fontina (oder anderen milden Bergkäse).

In der Schüssel vermengen wir 2 Eier mit der Creme Fraiche und pfeffern und salzen die Masse vorsichtig.

Die Masse kommt nun in die Form, darauf achten, das Ihr sie gleichmäßig verteilt. Mit dem Eigelb und dem Backpinsel bestreichen wir die Teile des Teigs, die nun noch hinaus gucken, dies damit unser Auflauf nicht so blass aus dem Ofen kommt.

Nun die Quiche für etwa 25 Minuten bei 180° Umluft im Ofen geben und schön goldbraun backen.

auf dem Teller: ein Eckstück!

auf dem Teller: ein Eckstück!

Dazu gab es einen Rosé aus dem Paradies, genauer gesagt, einen „Le temps du Rosé“ Cotes Catalanes von der Domaine Montana, der weniger wie Rosé selber (Rosé ist Sommer), sondern mehr nach einem leichten Roten schmeckt. Ein fruchtiger Weißer hätte es hier aber auch getan!

die eigene Küche ruft: S-A-T-Feta (Süßkartoffel-Aubergine-Tomate mit Feta) und Creme Fraiche-Dip

Reisen sind ja schön. Man sieht was von der Welt und wenn es sich irgendwie einrichten läßt, dann muß natürlich auch auf Reisen eine „eigene“ Küche zur Verfügung stehen. Wie sonst kann man die Köstlichkeiten des Reiselandes so verarbeiten, wie man es gerne möchte? Ins Restaurant gehen ist mal schön, aber hands on macht einfach mehr Spaß. Nun und dann gibt es Reisen, da geht das nicht, weil man eigentlich auch keine Zeit hat – so geschehen letzte Woche in Korea. Aber jetzt bin ich wieder da und verunstalte mit Freude wieder die eigene Küche. Und was da wohl hinaus kommt, ist manchmal durchaus berichtenswert.

So wie gestern: S-A-T-Feta. Man könnte es auch S-E-L-Gut nennen. Schnell, Einfach, Lecker…. die besten Gerichte eben.

Das Gemüse ist schön verdeckt unterm Feta-Schnee

Das Gemüse ist schön verdeckt unterm Feta-Schnee

Und das mußt  du hinterher spülen:

ohne Feta-Gebirge

ohne Feta-Gebirge

  • eine Auflaufform
  • eine Pfanne
  • einen Sparschäler
  • eine Schale für den Dip
  • Messer & Brett

(Das Messer wird natürlich nur vorsichtig geputzt!)

Und das werfen wir rein:

  • eine Süßkartoffel
  • eine Aubergine
  • drei Tomaten
  • 200g Feta
  • 2+1 Knoblauchzehe/n
  • 10 + 2 EL EL Olivenöl
  • etwas getrockneten Oregano
  • Pepe e Sale
  • DSC_1170

    ein Teller buntes

    200g Creme Fraiche

  • 2 EL gehackte Petersilie

Die Süßkartoffel schälen und grob würfeln (3×3 cm). Die Pfanne mit 2 EL Olivenöl erhitzen und die Süßkartoffel-Würfel darin einige Minuten anbraten. Anschließend Kartoffeln in die Auflaufform geben, Aubergine wuer dritteln und längs in Achtel-Spalten schneiden, in die Pfanne geben und 4-5 EL Olivenöl dazu geben, durchscxhwenken und ebenfalls einige Minuten anbraten. Währenddessen den Knoblauch schälen und fein hacken, ganz am Ende zu den Auberginen in die Pfanne geben, durchschwenken und ebenfalls in die Auflaufform geben.

Tomaten in ähnlich große Würfel wie das andere Gemüse schneiden und in die Auflaufform geben, das restliche Olivenöl dazu geben, pfeffern, salzen und alles einmal durchmischen. Am Ende mit Oregano bestreuen. zum Schluß den Feta mit der Hand zerbröseln und oben drüber verteilen. Das Ganze nun für 25 Minuten bei 180° Umluft in den Ofen geben.

nochmal lecker

nochmal lecker

Für den Dip Creme Fraiche, gehackte Knoblauchzehe, Petersilie 2 EL Olivenöl, Slaz und Pfeffer in der Schale vermischen und kalt stellen.

Und der Wein?

Dazu passt sehr schön was Weißes, obwohl ich gestern einfach den bereits offenen Cuvee Julia vom Chateau de l’Ille aus dem Corbieres mit satten Carignan, Grenache und Syrah-Noten auf den Tisch gestellt hatte. Der tat’s auch.

„Klassiker“ + „Solidarität“ – heute Griechenland: Mousakas

Chaos auf dem Teller: Auflauf.

Chaos auf dem Teller: Auflauf.

Ich liess mich hier schon über den Auflauf an sich aus, aber eigentlich ist ein Auflauf ja auch eine Art Klassiker aus Studententagen und nochmal eigentlich ja auch an sich solidarisch, da jede Zutat gleich zur Geltung kommt. Aber es geht ja hier und jetzt um einen speziellen Auflauf. Einen Klassiker der Balkanküche, der Solitdarität mit den gebeutelten Völkern dieser Erde zeigen soll, denn Essen verbindet Völker und Kulturen!

Ich habe mich die Woche allerdings auch gefragt, was ist mit Völkern, denen es so schlecht geht, das die reine Nahrungsaufnahme das wichtigste ist? Gehen irgendwann in anderen Zeiten entwickelte Rezepte eigentlich verloren? Ohne kokettieren zu wollen, aber wird es eine Zeit geben, wo kein Schwein Mensch mehr weiss, wie man Schweinebraten mit Biersauce und Semmelknödeln bereitet, weil dort südlich des Weißwurst-Äquators alle froh sind, überhaupt ein paar schrumpelige Kartoffeln zum Essen zu haben?

Eigentlich mutet es ja fast pervers an, in Zeiten, wo hunderttausende Menschen Flüchtlinge oder Vertriebene sind (wo ist der Unterschied?), wo ewrig Gestrige meinen, sie könnten sich mal wieder über andere Menschen erheben, ganz einfach nur über’s Essen zu schreiben. Andererseits bringt uns das vielleicht auch ins Bewußtsein, das Essen eben nicht selbstverständlich, sondern was besonderes ist. Und nicht schreiben nützt auch niemandem. So.

Hier also mein Mousakas-Rezept. Eine weitere Episode zum Thema Küchenklassiker. Und Musakas ist zu deutsch Moussaka. Richtig. Aber zu griechisch eben Mousakas. Mit oder ohne „o“. Und ob es jetzt das Mosakas-Rezept ist, probiert’s halt aus oder fragt wen anderes.

Diese wenig griechischen Gegenstände wurden gebraucht:

  • eine Auflaufform
  • eine Pfanne samt Pfannenwender
  • ein kleiner Topf
  • eine Käsereibe
  • eine Schüssel
  • Küchenrolle
  • ein Schneebesen
  • Messer & Brett

Und diese teilweise griechischen Zutaten wurden verwendet (4 Portionen zum Sattwerden):

alles kurz&klein machen

alles kurz&klein machen

  • 2 mittelgroße Auberginen
  • 4 mittelgroße, festkochende Kartoffeln (Annabella schmeckt oft ganz gut)
  • 0.3 l Olivenöl
  • 200g echt grichischen Feta
  • Salz

Fleischsauce:

  • 500g Rinderhackfleisch, natürlich Bio
  • 4-5 schöne, reife leckere Tomaten
  • 1 kleines Bund glatte Petersilie
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • ca. 250ml Weißwein
  • 3 EL Olivenöl
  • 1/2 TL frisch gemahlener Zimt
  • Pepe e Sale

Bechamelsauce:

  • ca. 50g Butter
  • ca. 30g Mehl
  • 0.3l Milch
  • 80g Graviera Agrafon oder anderen milden Hartkäse
  • 2 TL Zitronensaft
  • Muskatnuß
  • 1 Eigelb
  • Salz

    Angegessen ist ...

    Angegessen ist …

Und los geht’s, denn wir brauchen eine ganze Weile. Die Reihenfolge ist eigentlich auch egal. Ich hab’s eben so herum gemacht: Auberginen oben und unten abschneiden, in Scheiben schneiden, in die Schüssel geben, abwaschen, anschließend auf dem Schneide-Brett ausbreiten und salzen. Nach etwa 20 Minuten Feuchtigkeit abtupfen, Auberginen wieder in die Schüssel geben, nochmal waschen, nochmal trockentupfen und in der Pfanne portionsweise in reichlich Olivenöl braun braten und dann beiseite stellen.

Kartoffeln waschen und nach/bei belieben schälen und in ca. 1-2 mm dicke Scheiben schneiden. Danach in reichlich Olivenöl in der Pfanne ca. 15 Minuten anbraten, gerade so, als würdet Ihr Bratkartoffeln machen wollen. Anschließend die Kartoffeln ebenfalls beiseite stellen. Wir wenden uns den Saucen zu.

Pfanne auswischen, dann 3 EL Olivenöl hineingeben und das Hackfleisch darin scharf anbraten. In der Zwischenzeit Zwiebel und Knoblauch in feine Würfel schneiden, Tomaten in Stücke schneiden und die Petersilie mittelfein hacken. Nach ca. 10 Minuten Zimt, die Zwiebeln und den Knoblauch in die Pfanne geben, nach weiteren 5 Minuten auch die Tomaten und die Petersilie. Nach weiteren 2 Minuten alles mit dem Weißwein ablöschen, mit Salz abschmecken und unter gelegentlichem Rühren etwa 15-20 Minuten köcheln lassen. Die Sauce darf nicht zu flüssig, sollte aber auch nicht trocken sein. Also entweder länger brutzeln oder noch etwas mehr Wein dazugeben.

Für die Bechamelsauce den Topf auf Herd stellen, Butter rein, Butter schmelzen (dazu Herd einschalten ;-)) und sobald die Butter schäumt, das Mehl schnell einrühren, bis keine Klümpchen mehr da sind. Nun kommt die Milch dazu; man sagt poritonsweise, es geht aber auch auf einmal. Das Ganze solange rühren, bis alles eine sämige, einheitliche Konsistenz hat. Anschließend die Sauce mit Zitronensaft, Muskat und Salz abschmecken und sobald das Ganze etwas abgekühlt ist, den Käse hineinreiben und das Eigelb zufügen, nochmal ordentlich umrühren und beiseite stellen.

Für den Zusammenbau zunächst die Kartoffeln in die Auflaufform geben. Diese mit einer Schicht Auberginen abdecken, diese widerum mit etwa der Hälfte der Hackfleischsauce abdecken und die wieerum mit Auberginen abdecken. Alles klar? Dann noch die restliche Hackfleischsauce verteilen, glatt streichen und obenauf die Bechamelsauce geben. Das Ganze kommt nun für insgesamt ca. 50 Minuten bei 180° in den Ofen, nach etwa 20 Minuten kurz herausholen, den Feta obenauf zerbröseln und den Auflauf (für weitere 30 Minuten) weiterbacken. Das schmeckt übrigens auch am nächsten Tag noch prima!

Dazu passt ein nicht zu trockener, kräftiger Weißwein, ich habe einen Macabeu aus dem Roussillion ausgesucht, die Traube gibt’s übrigens auch in Katalonien. Der Macebeu wirkt weniger trocken, weil der meistens wenig Säure hat, passt hier aber perfekt zu Feta und Zimt.

So ist das nämlich mit der Völkerverständigung. Griechisches Essen und französischer Wein, mitten in Deutschland. Da können sich einige ein paar Scheibchen abschneiden. Oder ein Gläschen mittrinken, ganz nach Gusto.

Verursacht normalerweise keinen Auflauf: Auflauf. Mit Poree, Kartoffeln, Hackfleisch und Ziegenfrischkäse

mal was unspektakuläres: Auflauf

machen wir halt mal was unspektakuläres: Auflauf

Auflauf? Ich soll einen Auflauf machen? So nach Studenten-WG-Art alles in einer Auflaufform zusammenwerfen, was der Kühlschrank gerade hergibt?

Hauptsache viel und satt ??

Das ist unter meiner Hobbykoch-Ehre! Unter meiner Würde!! Und meine letzte WG liegt auch schon ein paar Jahre zurück!!!

Obwohl…. waren da nicht diese zwei schönen Ziegenfrischkäse, die ich heute morgen auf dem Bio-Markt gekauft hatte? Und eine Stange Porree und im Eisschrank noch Bio-Hackfleisch? Also gut. Klingt irgendwie nach französischer Lasagne.

Das habe ich gebraucht:

  • eine Auflaufform

    OK, schön Anrichten mit Auflauf ist schwer, was der WG aber auch schon egal

    OK, schön Anrichten mit Auflauf ist schwer, das war der WG aber auch schon egal

  • mein Messer
  • ein Schneidebrett
  • einen Topf
  • eine Schüssel
  • einen Schneebesen
  • zwei Pfannen
  • eine Muskatreibe
  • einen Ölpinsel

Und das kam an Zutaten rein (für ordentliche Portionen für 4)

  • 400g Bio-Rinderhackfleisch
  • 400g festkochende Kartoffeln
  • eine Stange Porree
  • zwei Scharlotten
  • einmal Knoblauchzehe
  • 150g Creme Fraiche
  • ein Ei
  • 30 ml Sahne
  • 30 ml Weißwein
  • 4-5 EL Olivenöl
  • 50g Butter
  • Muskatnuß
  • Pepe e Sale

Das Massaker

Und ab dafür. Die Kartoffeln mit Schale in den Topf in kochendes Wasser mit ordentlich Salz werfen und halbgar kochen, dann das Wasser abschütten, Deckel drauf und beiseite stellen. Das Hackfleisch lassen wir in der ersten Pfanne in Olivenöl schön schmurgeln, damit es wunderbare Röstnoten entwickelt, ab und an wenden. Derweil haben wir Zeit die Scharlotten und den Knoblauch von der Haut zu befreien und in kleine Würfelchen zu malträtieren. Das Massaker brutzeln wir dann in der zweiten Pfanne in etwas Olivenöl ganz sanft an. Wenn das Hackfleisch schön angebraten ist, werfen wir die Hälfte der Scharlotten/Knoblauch-Masse dazu, rühren um und stellen das Ganze beiseite.

Den Porree putzen wir und schneiden ihn in schöne, recht feine Ringe (2-3 mm). In die Pfanne, wo jetzt noch die Scharlotten/Knoblauchmischung alleine ist, werfen wir nun den Porree und die Butter und schalten einen Gang höher. Das Ganze braten wir nun so 3-4 Minuten an, löschen mit Weißwein und Sahne ab, salzen und pfeffern und lassen die Flüssigkeit noch eine Weile verdampfen, bis das Ganze nicht mehr flüssig ist und stellen auch diese Pfanne beiseite.

Nun widmen wir uns den Kartoffeln. Statt teeren und federn ziehen wir pellen und in Scheiben schneiden vor. In der Schüssel nun Creme Fraiche mit dem Ei mit dem Schneebesen vermischen, salzen, pfeffern und muskatieren (oder wie das auch immer heißt).

Der Zusammenbau

Auflaufform mit etwas Olivenöl ausstreichen. Ganz unten eine Schicht Kartoffelscheiben legen, dann eine Schicht Hackfleisch, Kartoffeln, Hackfleisch… je nach Größe der Form ergibt das 2-3 solcher Schichten. Oben auf die letzte Hackfleisch-Schicht wieder eine Schicht Kartoffeln legen und darauf den Porree drauf verteilen. Die Creme-Fraiche-Eimasse drüber verteilen und ganz oben drauf die Ziegenfrischkäse zerbröseln.

Ab in den Ofen bei 180° für ca. 25 Minuten. Und beim servieren schauen, das auch jeder brav seinen Ziegenkäse abbekommt.

Getränk

Weißwein, immer wieder Weißwein dazu… diesmal hatte ich einen saftig-schmelzigen und sehr fruchtigen „Entre deux Mers“, ein Chateau Vignol aus dem Bordeaux, gibt’s beim La Petite France für ungefähr 6.50.-.

Auberginen-Lasagne mit Feta und Hackfleisch

Das habe ich vor einigen Wochen mal gemacht, eher aus der Not geboren, weil keine Lasagne-Nudeln da waren.

Ich kann uns reinsetzen, so dermassen geil lecker wurde das ….20140307_181435_resized_1

Wir brauchen:

  • eine Auflaufform
  • zwei Pfannen (oder einen Grill und eine Pfanne)
  • einen Holzlöffel
  • unser Messer
  • ein Brett
  • etwas Krepp-Papier20140307_182254_resized

… und an Zutaten:

  • 500g Bio-Rinderhack
  • 200g Feta
  • 1-2 Auberginen
  • Olivenöl
  • ca. 3 Tomaten
  • eine halbe Mozarella-Kugel
  • eine Zweibel20140307_185556_resized_1
  • 3 Knoblauchzehen
  • zwei Eßlöffel Tomatenmark
  • eine Handvoll gehackte Petersilie
  • etwas Rotwein zum Ablöschen
  • 1 Tl gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 Tl Kurkuma
  • etwas Fenchelsamen
  • 1 Tl Paprikapulver mild und etwas scharfes
  • Pepe e Sale

Auf geht’s:20140307_182247_resized_1

Die Auberginen in Scheiben schneiden und salzen, warten, Wasser abtupfen, umdrehen,
salzen, warten….. wer will, macht das mehrmals und presst die Scheiben dabei noch. Zwiebel
würfeln, Knoblauch klein schneiden.

Hackfleisch in einer Schüssel mit Zwiebelwürfeln, der Hälfte des Knoblauchs, Kreuzkümmel, Fenchelsamen, Kurkuma, Paprikapulver und dem Tomatenmark vermischen und eine Weile durchziehen lassen. Wer will, röstet die Fenchelsamen vorher etwas an und mörsert diese dann.

Etwas Olivenöl in Pfanne 1 erhitzen und das Hackfleisch schön scharf anbraten.

Nebenbei Pfanne No. 2 (oder  meinen Draußen-Gas-Grill) mit etwas Öl bepinseln und nach und nach die
Auberginen anbraten und dann Beiseite stellen. Die brauchen hier wirklich nur wenig Öl, den Rest mit 20140307_190240_resized_1
Krepp abtupfen.

Tomaten in Würfel schneiden, salzen und mit der anderen Hälfte des Knoblauchs in einem Sieb abtropfen lassen. Das dient dazu, das hinterher weniger Wasser in unserem Gericht ist und die Konsistenz einfach besser
wird.

Den Feta mit den Händen zerbröseln und nun Auberginen (wie sonst die Lasagne), Tomatenwürfel und Feta sowie Hackfleisch in wechselnden Schichten in der mit Olivenöl eingefettete Auflaufform Schichten. Über die Tomaten-Feta-Schichten jeweils etwas Petersilie streuen und ganz oben drauf den Mozarella zerbröckeln.

20140307_190343_resizedAb in den Ofen, ich würde sagen so gute 25 Minuten bei etwa 200° Umluft, gerne am Ende etwas Oberhitze geben, damit der Mozarella gut Farbe kriegt.

Dazu passt?

Mit Sicherheit ein kräftiger Roter. Ich hatte einen Valpolicella Ripasso, den ich vor einiger Zeit bei
Aldi ergattert hatte. Den gibt es dort jedes Jahr so gegen September, Oktober. Einfach aufpassen….

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