Ελλάδα und seine Landküche – Paste aus gegrillter Paprika und Feta mit Aubergine

Am ersten Abend in unserem Örtchen Leonidio waren wir essen. Drei Leute, dreimal Vorspeise, dreimal Hauptgericht, drei Bier und eine Kola, Nachtisch ohnehin für lau. Kosten? Vierzig Euro. Warum koche ich eigentlich da noch selbst?

Egal, eine Sache, die auf der Vorspeisenplatte an dem Abend auftauchte war eine Paste, die offensichtlich aus zerdrückter gegrillter Paprika mit Feta bestand. Das hab ich mir gemerkt, ihr Griechen und das geht so:

χρειάζεστε

  • einen Grill
  • eine kleine Schüssel und eine große Schüssel
  • eine Gabel
  • Messer & Brett

επεξεργάζεται κάποιος

  • 2-3 Spitzpaprika
  • 1 große der 2 kleine Aubergine/n
  • 2 Knoblauchzehen
  • 150g Feta
  • 2 EL griechischer Joghurt (10%)
  • reichlich Olivenöl
  • Salz

τότε λοιπόν ας αρχίσουμε! Auberginen in Scheiben schneiden, salzen und etwas Wasser lassen lassen. Die Paprika waschen und so wie sie sind auf den Grill legen, gelegentlich wenden. Die Haut darf dabei gerne verbrennen, Hauptsache das Fruchtfleisch wird gebacken und verbrennt nicht. Das dauert je nach Hitze und Art der Paprika 10-15 Minuten.

Man kann die Paprikas nun zwecks Kühlung in einen Eimer mit Wasser werfen. Echte Griechen, Männer, Zentauren, Odysseus und solche die es werden wollen, nehmen einfach die behornhauteten Hände und ziehen die Haut direkt ab, entfernen die Kerne und zerreißen die Paprika in längliche nicht zu kleine Stücke.

Die Auberginen abtropfen und in der großen Schüssel mit Olivenöl und zerdrücktem Knoblauch einige Minuten ziehen lassen, danach auf dem Grill von beiden Seiten goldbraun braten.

In der kleinen Schüssel Feta und etwa die Hälfte der Paprikastreifen mit der Gabel zerdrücken, Joghurt hinzugeben und vermischen.

Auf dem Teller Aubergine und Paprika abwechselnd tortenförmig anlegen und in die Mitte einen großen Klecks der Paprika-Feta-Paste geben. Dazu passt natürlich ein frischer Weißwein oder einfach ein kaltes griechisches Bier und natürlich Weißbrot.

Die Paste kann man natürlich auch in zig anderen Varianten einer Mezze-Tafel zufügen.

 

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back in Paradise: Paradiesapfel mit Aubergine und St. Marcellin – eine südfranzösische Vorspeise

Ich weiß gar nicht was diese lange Rezept-Pause rechtfertigt. Irgendwie habe ich viel gekocht, aber es war wenig Neues dabei – man kennt das: Vor dem Urlaub war wie üblich einiges zu tun, blabla.

Egal. Wieder da. Wieder im Paradies (für die, die es nicht wissen, das Paradies liegt im südlichen Frankreich) und es ist dort, wo die Tomaten, die Pfirsiche und sowieso alles andere, was Leib&Seele benötigen einfach nur schmeckt. Und obwohl ich hier maximal weit entfernt von Österreich bin (da wo Tomaten bekanntlich Paradiser genannt werden), zum Einstieg eine einfache Vorspeise mit Paradiser, Aubergine und einem typischen französischem Ziegen- oder auch Kuhmilch-Käse: Dem St. Marcellin.

In der Ferienwohnung zu finden sein sollte:

  • der Backofen
  • eine Auflaufform
  • eine Pfanne oder Grill
  • Messer & Brett

Auf dem Marché kauft ihr (für 6):

  • zwei große Ochsenherz-Tomaten
  • eine Aubergine
  • 3 St. Marcellin-Käse au lait cru
  • 6 eingesalzene Kapern
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 x 3 EL Olivenöl
  • 1 TL getrocknete Kräuter (Rosmarin, Oregano, Thymian, was Ihr habt)
  • etwas gehackte frische Petersilie
  • 1 TL Miel de Lavande (Lavendelhonig)

Aus der Aubergine 6 etwa gleich große, etwa 0.5cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben mit etwa 3 EL Olivenöl in der Pfanne (oder auf dem Grill) ölen und so braten, als würdet ihr Antipasti machen wollen. In der Zwischenzeit die Auflaufform mit Olivenöl einfetten, aus den Tomaten 6 etwa 1cm dicke gleich große Scheiben schneiden und nebeneinander in die Auflaufform legen.

Knoblauch fein hacken und auf die Tomatenscheiben geben, je eine gesalzene Kaper etwas zerpflücken und oben drauf geben, dann Kräuter und Petersilie darüber streuen. Das ganze mit je einer Scheibe gebratener Aubergine abdecken.

Die Käse horizontal halbieren und je einen halben Käse mit der Schnittfläche nach unten auf je ein Tomaten-Auberginen-Türmchen legen, die Oberseite des Käses kreuzweise einritzen und wer mag noch ein paar Kräuter-Krümelchen darüber streuen – das ist aber mehr für die Optik ;-).

Die Form geben wir bei ca. 180° Ober-/Unterhitze für etwa 10 Minuten in den Ofen, einfach darauf achten, das der Käse geschmolzen ist, dabei aber nicht schon verläuft.

Dazu gab es einen Mas Amiel Le Plaisir blanc 2015 – abgefüllt in Maury, das ist gar nicht so weit weg von hier. Ein trockener aber fruchtiger Weißwein mit den typischen Weißweinsorten wie Macabeu, Grenache Blanc und einigen anderen und einem ganz leichten Schimmer von rosa und Geschmack nach hellen Früchten wie Apfel, Pfirsich und Melone. Der Le Plaisir ist der 8.50€ – Einstiegswein dieses sehr berühmten Weingutes.

Bon Appetit!

 

Nicht Fritz, nicht Pep(si) und auch keine Pizza: Coca – spanischer Gemüsekuchen

In München gibt es jetzt schon Guardiola Gedächtnisgetränke, sagte mein Kneipenwirt beim Fußballgucken am Samstag zu mir – da steht überall „Pepsi“ an der Bande. Gut, das hat jetzt nichts mit dem spanischen Blechkuchen zu tun, den ich am vergangenen Wochenende der selbstgemachten Pizza vorgezogen habe. Aber als eine nette Einführung in das taugt die Geschichte dennoch. Es geht also um spanische Nicht-Pizza und am besten trinkt man dazu auch keine braune Zuckerplörre, sondern einen trockenen Weißen. Aber der Getränketip kommt ja wie immer am Schluß.

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Wir verkrusten:tmp_18728-dsc_0022519941773

  • den Gasgrill
  • eine Pfanne
  • zwei große Schüsseln
  • mehrere kleine Schälchen
  • ein Backblech
  • 1 Bogen Backpapier
  • einen Backpinsel
  • eine Gabel
  • ein Nudelholz (o.ä.)
  • Messer & Brett

Wir verbacken:

Für den Teig:

  • 300g Mehl (Typo 550 Pizzamehl tut’s hervorragend)
  • 1 Päckchen Backhefe
  • 1 TL Zucker
  • 3-4 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 100ml Weißwein
  • Wasser

Für den Belag:

  • 1 Aubergine
  • 1 Zucchini
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 3 San Marzano Tomaten (oder 9 kleine)
  • 5 Scharlotten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 5 EL gutes Olivenöl
  • 2 EL Banyuls-Essig
  • 3 EL guter Balsamico-Essig
  • 50 ml Weißwein
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 6 – 8 Blätter Basilikum
  • reichlich Olivenöl zum Grillen
  • Sale

tmp_18728-dsc_0011-287287738Los geht’s. Das Gemüse kann man bereits am Vortag grillen. Dazu Paprika in Streifen um das Kerngehäuse schneiden, Zucchini und Aubergine nach gusto quer oder längs in Scheiben schneiden. Das Gemüse mit einer gehackten Knoblauchzehe und reichlich Olivenöl in der einen großen Schüssel vermengen und das Gemüse auf dem Gasgrill (oder Grill oder Pfanne) braten, dabei insbesondere die Auberginen nochmal nachölen – aber immer vorsichtig, wenn man Ihnen gibt, nehmen die auch!
Gegrillte Zucchini- und Auberginenscheiben in ein Schälchen geben, 3 EL Balsamico und 2 EL gehackte Petersilie dazu geben und das Ganze öfter mal durchmengen. Von der gegrillten Paprika die Haut abziehen, Paprika in 2×2 cm große Rauten oder Würfel schneiden, in eine Schüssel geben und 1 EL Banyuls Essig dazu geben. Die Scharlotten schälen und Vierteln und in 1 EL Olivenöl in der Pfanne bei mittlerer Hitze anbraten. Nach 5-6 Minuten mit dem Weißwein ablöschen, den Wein einkochen lassen, dann die Pfanne vom Herd nehmen und 1 EL Banyuls Essig dazu geben, umrühren & beiseite stellen.

So, das Gemüse ist jetzt vorbereitet. Nun 2 Knoblauchzehen fein hacken, mit Salz bestreuen und einige Minuten stehen lassen. Restliche Petersilie und die Basilikum-Blätter fein hacken und in einem kleinen Schälchen mit dem guten Olivenöl vermengen. Knoblauch nochmal hacken und ebenfalls dazu geben und gut durchmischen.
Damit streichen wir nachher den Teigboden ein.

tmp_18728-dsc_00182049268033Mehl und Öl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken. Hefe hineinbröseln, mit Wasser bedecken und den Zucker dazu geben. Das Ganze eine halbe Stunde stehen lassen, so das ein schöner Vorteig entsteht. Dann Salz, Wein und nach Gefühl Wasser dazu geben und einen geschmeidigen Hefeteig kneten. Den Teig danach abgedeckt noch mindestens eine Stunde gehen lassen.

Zum Zusammenbau den Teig auf dem Backpapier im Backblech ausrollen und gleichmäßig verteilen, danach noch etwa 10-15 Minuten gehen lassen und anschließend den Teig mit der Gabel einstechen. Nun mit dem Backpinsel Teig mit Kräuter-Knoblauch-Öl bestreichen und das Gemüse und die gewürfelten Tomaten auf dem Teigboden gleichmäßig verteilen und alles leicht salzen.

Ofen auf 270 Grad vorheizen (Umluft) und Coca für ca. 15-17 Minuten backen.

Wir trinken

Macabeo. Das ist eine der spanischen Hauptweißweinsorten, angebaut sowohl im französischen als auch spanischen Teil Kataloniens (und in gesamt Nord-Spanien). Die Weine sind fruchtig und relativ säurearm, die Säure haben wir ja mit dem Essig im Gemüse vorher auf anderen Wegen hinzugefügt 😉

gefüllte Aubergine mit Mozarella auf Ruccola-Kapern-Salat

Das Wetter war ja auch etwas deftiger dieser Tage, nachdem uns der Mai ja schon mit fast zwei Wochen Sommer verwöhnt hatte. Daher passt diese Vorspeise schön in das Themenfeld „Italien im Oktober“ – zumal es alle Zutaten eigentlich das Ganze Jahr über gibt – gut, im Oktober lassen wir die Tomätchen, die ohnehin nur der Deko dienen, einfach weg oder nehmen getrocknete, das geht auch. Aber – es ist ja mai. Daher also mit Tomätchen.

Wichtiger ist, das Ihr richtigen Büffelmozarella verwendet, da kann man ruhig mal 3-4 Euro investieren. aber der Unterschied zum Aldi 49 Cent Produkt ist einfach grandios…

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Und so wenig brauchen wir:

  • Messer & Brett
  • Gasgrill
  • eine Auflaufform
  • Salatschleuder
  • zwei Teller
  • ein Glas

Daher etwas mehr an Zutaten (für 2):

  • zwei handvoll Rucola
  • 4 dicke (0.5 cm) längs geschnittene Scheiben einer Aubergine
  • einiges an Olivenöl, davon 3-4 EL richtig gutes, Rest zum Braten
  • 1 Büffelmozzarealla
  • 2 EL geriebener Parmesan oder Pekorino
  • eine handvoll Kapern, natürlich die italienischen, in Salz eingelegten
  • 4 kleine Kirschtomaten
  • ca. 16 frische Basilikumblätter
  • ca. 2 EL Zitronensaft
  • Pepe e Sale

tmp_27007-DSC_01761908257403Und los legen wir mit den Auberginen. Die beträufeln wir ordentlich mit Olivenöl und grillen sie auf dem Gasgrill (in der Pfanne geht’s natürlich auch, gibt aber keine so schönen Streifen und es fehlt das rauchige Aroma). Grillen bis sie eigentlich schon durch sind, aber nicht zu dunkel grillen, dann lassen Sie sich nicht mehr falten.

Die Auberginen in die Auflaufform legen, mit jeweils einer Scheibe Mozzarella und zwei Blättchen Basilikum belegen, leicht salzen und zusammenklappen. Obendrauf den Parmesan oder Pekorino verteilen und das ganze bei sanften 150° für etwa 12 Minuten in den Ofen schieben.

tmp_27007-DSC_0181-668860346Kapern waschen und in ein Glas mit Wasser einlegen, ausdrücken und das ganze nochmal wiederholen. Rucola waschen, trocken schleudern und auf zwei Tellern verteilen. Die Kapern darüber streuen, Kirschtomaten in Viertel schneiden und mit dem restlichen Mozzarella anrichten. Nun etwas gutes Olivenöl und Zitronensaft darüber geben und vorsichtig salzen und pfeffern. Am Ende je zwei der Auberginen-Mozzarella-Sandwichs oben drauf geben und sofort servieren.

Dazu? Weiß. Der Weissweintipp vom letzten Gericht passt auch hier vorzüglich ;-). Also vielleicht doch eher Sommeressen?

Entscheide selbst.

nochmal Pro-Antipasti: Auberginen – zur Abwechslung gebraten und eingelegt

Gefühlt das 23. Rezept mit Auberginen und vermutlich hat sie jeder von uns schonmal gebraten oder sonstwie als Teil eines Antipasti-Buffets zubereitet. So wie ich – gefühlte 23 mal, aber man wird ja jedesmal ein Stückchen besser! Und es geht tatsächlich, das man gebratene Auberginen so hinbekommt, das sie 1. schmecken und 2. nicht Fett-triefend direkt die Hüften vergolden und gleichzeitig dazu führen, das man nach dem 2. Stück schon das Gefühl hat, nun aber ausreichend Wackersteine im Magen zu haben.

Also noch eins aus der Kategorie: So mache ich’s und ein weiteres Rezeptchen zur Ergänzung des Rindercarpacchio von letzter Woche.

gebratene Auberginen in Ihrer höchsten Entfaltung!

gebratene Auberginen in Ihrer höchsten Entfaltung!

eingequetscht

eingequetscht

Und diese teilweise skuril anmutenden Geräte braucht man:

  • einen Schraubstock und ein bis zwei Schraubzwingen (oder eine gut sortierte Bibliothek)
  • (Gas-)Grill
  • eine Grillzange
  • ca. 8 Frühstücksbrettchen
  • etwa 1.50m Küchenrolle
  • einen Back- oder Ölpinsel
  • ein mittelgroßes Schälchen
  • Messer & Schneidebrett

Und das an normalen Zutaten:

  • 2 mittelgroße Auberginen oder eine große Brataubergine (so eine fast Runde)
  • Olivenöl zum Grillen
  • 3 EL Weißwein- oder Balsamico-Essig
  • 2-3 EL gutes Olivenöl
  • eine Knoblauchzehe
  • wer mag frische Minze
  • ein paar Blättchen grün zum Garnieren: Ruccola, Petersilie, …
  • Pepe e Sale
Antipasti - die Auberginen seht Ihr mittig rechts

Antipasti – die Auberginen seht Ihr mittig rechts

Und los geht’s. Die Auberginen längs in ca. 5mm dicke Scheiben schneiden und die Schnittflächen salzen. Dann das erste Brettchen nehmen, mit Küchenpapier bedecken und dann möglichst passend mit Auberginenscheiben belegen, obendrauf wieder Küchenkrepp, das nächste Brettchen obendrauf und so fort, bis alle Auberginenscheiben versorgt sind.

Nun kann man den Brettchenstapel samt der Auberginen im Schraubstock einspannen und zur Unterstützung noch mit den Schraubzwingen einspannen, wer das nicht hat, beschwert mit einigen dicken Wälzern vom Format „Foliant“ – oder setzt sich drauf, was langweilig werden dürfte, da man diesen Pressvorgang am Besten für mindestens eine Stunde, gerne auch länger, beibehält. Das Pressen sorgt dafür ,das die Auberginen kaum Öl aufsaugen (wer sie nicht so brett-dünn mag, kann Sie alternativ auch einfach eine Stunde in Milch einlegen), ich mag aber diese süditalienische Variante sehr gerne.

Anschließend Auberginen vom Küchenkrepp befreien. (Gas-)Grill anwerfen und Auberginen leicht mit Öl bestreichen und auf jeder seite solange grillen, bis schöne braune Streifen entstanden sind, das dauert so je nach Hitze 3-5 Minuten pro Seite (wenn’s kürzer dauert, ist es zu heiß und eure Press-Auberginen könnt Ihr nun als Grillkohle verwenden).

Knoblauchzehe fein hacken, mit dem guten Olivenöl und dem Essig, etwas Salz und Pfeffer in der Schüssel verrühren, wer mag gibt etwas frische Minze hinzu, dann Auberginen dazu geben und einige Stunden marinieren. Dann mit gehackter Petersilie oder Ruccola garnieren und raus auf’s Antipasti-Buffet.

Auberginensüppchen mit arabischem Einschlag. Eine Hommage an die Menschheit!

Jetzt reißt euch doch mal zusammen hier, alle auf dieser Welt! Natürlich kann niemand das, was im Nahen Osten, in Paris oder vorher in New York oder in Madrid passiert ist gut heissen. Da sind – wie in so vielen anderen Regionen dieser Erde – rücksichtslose Arschlöcher am Werk. Ein Phänomen, das gerne auftritt, wenn ein Einzelner oder eine kleinere Gruppe von Menschen zu viel Macht bekommt. Aber ernsthaft nun die Sippenhaft wieder einzuführen und alle arabisch stämmigen Menschen, die unsere Hilfe brauchen nicht mehr reinzulassen? Geht’s noch?

Völker dieser Erde! Wer so wunderbare Gerichte hervorgebracht hat, der kann nicht von Grund auf schlecht sein!

Auberginensuppe mit 1001 Gerüchen und Geschmäckern

Auberginensuppe mit 1001 Gerüchen und Geschmäckern

Also, deshalb hier eine Hommage an die arabische Küche, dafür lasst Ihr auch 72 Jungfrauen/männer stehen! Es gibt ein Auberginensüppchen als Vorspeise. Mund auf, Geschmacksnerven an und geniessen….

Wir brauchen an Gerät :

  • einen Topf
  • einen Pürierstab
  • Messer&Brett
  • einen Löffel

Wir brauchen an Zutat (als Vorspeise für 4):

die Zutaten

die Zutaten

  • 2 mittelgroße Auberginen
  • 1 große Tomate
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Scharlotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Harissa-Paste
  • 300ml Gemüsebrühe
  • 200g Feta
  • das Grün von einer Frühlingszwiebel
  • einige Basilikumblätter
  • 4 EL Olivenöl

DSC_1813Die Auberginen rundherum einstechen und für etwa 30 Minuten in den Ofen bei Umluft bei 200° legen. Währenddessen Scharlotte und Knoblauch fein hacken und die Tomate in Stücke schneiden (Profis häuten sie vorher). Auberginen testen, wenn Sie Innen weich sind (so wie hier), herausnehmen.

Im Topf in Olivenöl Scharlotte und Knoblauch bei mittlerer Hitze anschmurgeln, Kreuzkümmel dazu geben und einige Minuten mit anschwitzen, dabei immer wieder rühren. So verbreitet sich das perfekte Kreuzkümmel-Aroma sowohl in der Luft als auch später in der Suppe. Gemüsebrühe, Tomate, Tomatenmark, Harissa dazu geben und das Ganze offen für ca. 20 Minuten einköcheln lassen. Nun das Innere der Auberginen mit dem Löffel herauskratzen und in den Topf geben. Die Suppe dann fein pürieren und einige Minuten weiter köcheln, aber vorsicht, wenn die Suppe die richtige, sämige Konsistenz hat, dann kann es zu furchtbaren Suppen-Eruptionen auf eurem Herd oder Hemd kommen. Am Ende eventuell noch mit etwas Salz abschmecken, es sollte aber wegen der Brühe eigentlich passen.

Domaine de Villargeau

Domaine de Villargeau

Nun das Grün der Frühlingszwiebel in feine Streifen schneiden, Basilikumblätter grob hacken, Feta würfeln. Die Suppe in Schälchen verteilen, Feta und Kräuter drüber geben.

Dazu kann es durchaus was Weißes geben! Ich hatte einen Sauvignon Blanc von der Domaine de Villargeau, von den Coteaux de Giennois, das ist ein kleines AOC Gebiet an der mittleren Loire. Eine Fruchtbombe mit typischen Früchten des Sauvignon Blanc und der Loire-typischen Frische. Kostet etwa 8.50 der Spaß, ist der aber wert!

die eigene Küche ruft: S-A-T-Feta (Süßkartoffel-Aubergine-Tomate mit Feta) und Creme Fraiche-Dip

Reisen sind ja schön. Man sieht was von der Welt und wenn es sich irgendwie einrichten läßt, dann muß natürlich auch auf Reisen eine „eigene“ Küche zur Verfügung stehen. Wie sonst kann man die Köstlichkeiten des Reiselandes so verarbeiten, wie man es gerne möchte? Ins Restaurant gehen ist mal schön, aber hands on macht einfach mehr Spaß. Nun und dann gibt es Reisen, da geht das nicht, weil man eigentlich auch keine Zeit hat – so geschehen letzte Woche in Korea. Aber jetzt bin ich wieder da und verunstalte mit Freude wieder die eigene Küche. Und was da wohl hinaus kommt, ist manchmal durchaus berichtenswert.

So wie gestern: S-A-T-Feta. Man könnte es auch S-E-L-Gut nennen. Schnell, Einfach, Lecker…. die besten Gerichte eben.

Das Gemüse ist schön verdeckt unterm Feta-Schnee

Das Gemüse ist schön verdeckt unterm Feta-Schnee

Und das mußt  du hinterher spülen:

ohne Feta-Gebirge

ohne Feta-Gebirge

  • eine Auflaufform
  • eine Pfanne
  • einen Sparschäler
  • eine Schale für den Dip
  • Messer & Brett

(Das Messer wird natürlich nur vorsichtig geputzt!)

Und das werfen wir rein:

  • eine Süßkartoffel
  • eine Aubergine
  • drei Tomaten
  • 200g Feta
  • 2+1 Knoblauchzehe/n
  • 10 + 2 EL EL Olivenöl
  • etwas getrockneten Oregano
  • Pepe e Sale
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    ein Teller buntes

    200g Creme Fraiche

  • 2 EL gehackte Petersilie

Die Süßkartoffel schälen und grob würfeln (3×3 cm). Die Pfanne mit 2 EL Olivenöl erhitzen und die Süßkartoffel-Würfel darin einige Minuten anbraten. Anschließend Kartoffeln in die Auflaufform geben, Aubergine wuer dritteln und längs in Achtel-Spalten schneiden, in die Pfanne geben und 4-5 EL Olivenöl dazu geben, durchscxhwenken und ebenfalls einige Minuten anbraten. Währenddessen den Knoblauch schälen und fein hacken, ganz am Ende zu den Auberginen in die Pfanne geben, durchschwenken und ebenfalls in die Auflaufform geben.

Tomaten in ähnlich große Würfel wie das andere Gemüse schneiden und in die Auflaufform geben, das restliche Olivenöl dazu geben, pfeffern, salzen und alles einmal durchmischen. Am Ende mit Oregano bestreuen. zum Schluß den Feta mit der Hand zerbröseln und oben drüber verteilen. Das Ganze nun für 25 Minuten bei 180° Umluft in den Ofen geben.

nochmal lecker

nochmal lecker

Für den Dip Creme Fraiche, gehackte Knoblauchzehe, Petersilie 2 EL Olivenöl, Slaz und Pfeffer in der Schale vermischen und kalt stellen.

Und der Wein?

Dazu passt sehr schön was Weißes, obwohl ich gestern einfach den bereits offenen Cuvee Julia vom Chateau de l’Ille aus dem Corbieres mit satten Carignan, Grenache und Syrah-Noten auf den Tisch gestellt hatte. Der tat’s auch.