Ist das Feige? Mit einem Wort: Ja!

Feige zu sein ist ja oft ein schweres Schicksal; schaut man sich mal in südeuropäischen Ländern um, so verkommen diese wunderbaren Füchte allzuoft an den Bäumen, während man diese hierzulande im Supermarkt quasi gegen Gold aufwiegt. Da aber aufgrund des langwierigen Transports bei Eigenimport die Frische verloren geht, sollte man aus den überteuerten Früchten das Maximum herausholen. So geschehen gestern bei einer Abwandlung eines meiner hier längst beschriebenen Lieblingsgerichte: Quiche mit Blauschimmel und Birne.

Die Sauberkeit geht verloren bei:

  • einer Quiche- oder Tarteform
  • einer Rührschüssel samt Schneebesen
  • einer kleinen Schüssel
  • Messer & Brett

5-6 von eben jenen frischen Feigen begleiten:

  • 180g Mehl
  • 100g Butter & etwas für die Form
  • 1 Ei + 2 Eier
  • 150g Gorgonzola (oder anderer Bleu)
  • 150g Creme Fraiche
  • einige Zweige frischer Thymian
  • Salz & Fleur de Sel

Wir fangen mit dem Teig an, wie man einen Tarteteig macht habe ich schon desöfteren beschrieben: Mehl, Butter, 1 Ei und Salz mit der Hand verkneten und den Teig für ca. 1 Stunde kalt stellen. Währenddessen die Enden der Feigen oben und unten abschneiden und die Schale mit möglichst viel von der dicken weissen Haut abschneiden und die Früchte vierteln. 2 Eier mit Creme Fraiche verquirlen und vorsichtig mit Fleur de Sel salzen (denkt an den Käse!). Den Backofen auf 200° vorheizen.

Die Tarteform mit Butter einfetten und mit dem Teig dünn auskleiden, so das ein ca 3 cm hoher Rand entsteht. Feigenviertel mutig darauf verteilen, den Käse würfeln und ebenso wie die gezupften Thymian-Blätter darüber verteilen und am Ende die Ei-Creme Fraiche Masse darüber geben. Quiche in den Ofen bei Ober/Unterhitze und für ca.25-30 Minuten backen. Wenn die Feigen zu frisch sind, geben die eine Menge Feuchtigkeit ab, in dem Fall den Teig alleine ggf. 5-7 Minuten vorher blind backen.

Dazu trinken wir einen Chateau de Villeneuve, das ist ein Roter aus 100% Cabernet Franc von der Loire. Die Loire-Roten zeichnen sich durch eine gewisse Frische aus, dürfen daher durchaus auch eine Spur kühler sein, als man Rotwein sonst trinkt. Der Villeneuve hat eine schöne Frische mit latenten Noten von roten Früchten, ist pfeffrig-würzig und hat eine ganze leichte Bitternote im Abgang, die ist recht  typisch für den Cabernet Franc. Insgesamt ist es ein toller Wein, zu erhalten beim La Petite France für um die 10 Euro.

Advertisements

Ein Kommentar zu “Ist das Feige? Mit einem Wort: Ja!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s