einfach göttlich und übrigens auch pünktlich zum Beginn der Fastenzeit: Adams‘ Rippchen

Die Fastenzeit mal anders erklärt: Nehmen wir mal an, Ihr habt nur drei Stunden bis zum Abendessen. Dann könnt ihr sagen „Fast hätte ich Zeit für Adams‘ Rippchen„. Die brauchen nämlich länger in der Zubereitung. Nicht, das ich jetzt all diejenigen vergackeiern möchte, die die Zeit bis Ostern für ein klärendes Gespräch mit Ihrem Körper nutzen wollen. Nein, davor habe ich absoluten Repekt, egal ob aus religiösen oder gesundheitstechnischen oder sonstigen Motiven. Ich selber mache bei dieser Disziplin nur nicht mit, dazu verehre ich gutes Essen viel zu sehr. Außerdem nützt es auch nichts, 6 Wochen im Jahr zu fasten und den Rest der Zeit nur Mist zu essen.

Zugegeben, das Rezept ist eine Anlehnung an ein Essen, das ich vor einer Woche eher zufällig beim glotzen von Kitchen Impossible gesehen habe. Ein Engländer (ja, ausgerechnet!) grillt Rippchen auf einem Holzkohlegrill vor dem Stadion von Westham United, allerdings gibt es bei ihm nur eine Geschmacksrichtung – und die heisst scharf. Mein Rezept ist von den Gewürzen her betrachtet eher arabisch/afrikanisch einzuordnen, auch wenn zumindest die Araber nichtmal zur Nicht-Fastenzeit Schweinefleisch anrühren würden. Aber egal, das wie unten zubereitete Rippchen-Fleisch zerfällt schon in den Fingern, es ist einfach genial. Und jetzt genug der Konfusion, hier das HowTo.

tmp_21369-dsc_2075-1836067340We pollute:

  • our Gasgrill
  • our hands
  • mortar & pestle
  • chopping board & knife
  • 1 spoon and 1 teaspoon
  • one bowl
  • 1m of tinfoil

We need (for 3):

  • drei Racks Spareripps, ideal natürlich Bio
  • 5 EL Erdnuß- oder ein anderes neutrales Öl
  • 2 EL Sesamöl
  • 1 EL Weißweinessig
  • 3 EL brauner Rohrzucker
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 10 Pimentkörner
  • 1 TL Szechuan-Pfeffer
  • 2 Stücke langer Pfeffer
  • 2 TL mildes Paprikapulver
  • 2 TL Kurkuma, gemahlen
  • 2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 2 TL Samba Olek
  • 1 TL Pul Biber
  • 1 TL gebrochene Chiliflocken
  • 1 TL Salz

Und so geht’s: Knoblauch schälen und fein hacken, mit dem Salz bestreuen, 5 Minuten warten und nochmals hacken. Zusammen mit Szechuan-Pfeffer, Piment und dem langem Pfeffer im Mörser zu einer Paste zermörsern und anschliessend in der Schüssel mit allen anderen Gewürzen und Ölen vermischen. Die Rippchen abwaschen, trockentupfen und mit den Händen mit der Gewürzpaste einreiben und nach Möglichkeit einige Stunden marinieren.

Den Gasgrill anheizen, die Rippchen auf jeder Seite 5 Minuten grillen, anschließend zusammen in reichlich Alufolie einschlagen und so auf dem Grill plazieren, das sie bei etwa 180-200° in indirekter Hitze liegen. Hier lassen wir sie nun für drei (in Zahlen: 3) Stunden liegen, ich habe das Paket ca. alle 45 Minuten einmal umgedreht. Danach kann man die Knochen mit den Fingern herausziehen (Achtung heiß!!) und das Fleisch in mundgerechte Stücke zerlegen und servieren. Dazu habe ich weisse Bohnen in Tomatensauce und Reis (weißen und roten) gekocht.

Und was trinken wir dazu? Ich habe mich für einen Südafrikaner entschieden. Bei Jaques gab es für übersichtliche 9 Euronen einen Pinotage Survivor von Weingut Overhex aus der Region Swaartland (nördlich von Kapstadt). Es handelt sich um einem wahrhaft typischen Südafrikaner: der kommt dicht, massiv und kräftig mit Noten von Schokolade, Mokka, dunklen Früchten und sogar etwas rauchig daher und passt zum Fleisch wie der Aschermittwoch zur Fastenzeit 😉

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