währmt Leib und Seele: Schweizer Käsewähe

tmp_1084-dsc_0390-466115082Jetzt möchte ich das hier vermeintlich falsch entworfene Bild des Schweizers als Fertiggericht-Essenden Bergbewohner aber doch wieder zurecht rücken. Ganz einfach weil das natürlich völlig falsch ist, genauso wie die Mär die Schweiz re bergig. Nach vielen lokalen und regionalen Grenzübertritten im Bereich des Hochrheins bei Schaffhausen, die mich unter anderem nach Zürich, Rapperswil und Bern führten, muss ich (vielleicht auch nur dem Herbstwetter geschuldet) nur Obelix zustimmen und bestätigen:

bergdurchAlso liebe Schweizer, ehrlich währt am längsten: Es gibt keine Berge in der Schweiz! Zumindest habe ich keine gesehen.

Dafür gibt es seltsamerweise Bergkäse in allen Variationen und überraschenderweise für unseren Geldbeutel überraschend günstig, reifer Greyzer für 25.-SFR/Kilo oder echten höhlengereiften Emmentaler für gleiches Geld. Während ich also aus der Schweiz zurück mit fast 2kg Käse im Gepäck kehrte fragte ich mich „oh wäh“, was machen wir bloß damit (das Caquelon für das Käsefondue habe ich erst nachher gekauft)?  Eine währhaft ehrliche Schweizer Käsewähe, und die kann ich rmstens empfehlen.

tmp_1084-dsc_03821262506668Wir währschmutzen:

  • wer hat, eine Tarteform
  • eine kleine Schüssel und eine große Schüssel
  • einen Schneebesen
  • eine Käse- und eine Muskatreibe
  • Messer & Brett

tmp_1084-dsc_0384-1427710770Wir errmen:

  • 200g Butter
  • 200g + 1-2 EL Mehl (Typ 550)
  • 1 x 1 Ei und 2x 1 Ei
  • 120g Creme Fraiche
  • 250g Bergkäse (Greyzer, Emmentaler, Gomser, Appenzeller, …)
  • eine Spur Muskat
  • Pepe e Sale

tmp_1084-dsc_0385-920743607Wir fangen an mit dem Teig. Wir machen eigentlich ein klassischer Quiche-Teig, allerdings habe ich beim Kneten darauf geachtet, den Teig immer schichtig zu falten, so das er in etwa Blätterteigartige Strukturen annimmt. Dazu das Mehl mit einem Ei und etwas Wasser in die Schüssel geben, Butter dazu, das ganze leicht einkneten und dann immer weiter falten, ausrollen, falten ausrollen. Ist der Teig zu trocken, etwas mehr Wasser, ist er zu feucht, etwas mehr Mehl dazu. Am Ende den Teig für mindestens 2h abgedeckt kalt stellen.

Den Käse reiben und mit 1-2 EL Mehl vermengen. Die Creme Fraiche mit 2 Eiern verquirlen und mit Muskat, Pfeffer und Salz abschmecken.

Wenn man wie ich in der Ferienwohnungsküche keine Tarteform hat, muß man den Teig halt selber zur Tarte formen. Im Bild rechts oben seht Ihr meine im Durchmesser ca. 25cm breite Ausformung. Wichtig ist, den Boden mit einer Gabel zu durchlöchern und den Teig mindestens 10 Minuten blind vorzubacken, darauf achten, das er nicht zu sehr aufgeht, zur Not zwischendrin nochmal rausholen und nachformen.

tmp_1084-dsc_0388432053195tmp_15152-dsc_03861586542665Anschließend den Käse darauf verteilen und mit der Creme-Fraiche-Ei-Masse übergiessen und für ca. 20 weitere Minuten bei 180° backen, die letzten 5 Minuten Oberhitze einschalten.

Serve hot – dazu passt wunderbar ein frischer Feldsalat und ein badischer Grauer Burgunder. Unserer war vom Winzer Zolg aus Gailingen, ein 2015-er Grauburgunder von der Gailinger Ritterhalde, sehr fein fruchtig, recht säurearm und für faire 6.- Euro so in der Schweiz nicht zu bekommen.

 

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