nachgemachte Familientradition: Roastbeef

Ich glaube das hat so ziemlich jeder: Das traditionelle Familien-Weihnachtsessen. Und auch wenn ich selbst die Tradition zumindest nicht an Weihnachten pflege (und mir Weihnachten im Übrigen sowieso ziemlich gleichgültig ist), so hat bei mir ein Roastbeef einen ganz besonderen Platz im Kopf. Früher wurde Weihnachten immer mit Familie und Onkel (der mit dem Weinberg) und Tante gefeiert und das Roastbeef wurde meistens von meiner Tante gemacht. Wird es übrigens immer noch, nur das wir nicht mehr zusammen Heiligabend feiern. Ich erinnere mich auch noch sehr gut daran, wie beim gebratenen Stück mittels Daumendruck und anderen äußeren Anzeichen gerätselt wurde, wie gar das Roastbeef denn innen geworden ist und ob es diesmal etwas perfekter oder weniger perfekt als im letzten Jahr sein würde. Gegessen wurde das Roastbeef kalt und dünn aufgeschnitten mit Kartoffelsalat und selbstgemachter Ailoi.

dünn aufgeschnittenes Roastbeef

Dünn aufgeschnittenes Roastbeef bereit zum verschlemmt werden

Und siehe da, im Eisschrank lag seit Monaten ein schönes Stück Roastbeef, das so langsam mal dort heraus und auf den Tisch musste. Und das ging so…

Das Stück ist nun schön angebraten

Schön angebratenes Fleisch

Utensilien:

  • ein Gasgrill (oder Pfanne) zum anbraten
  • das Bratenthermometer
  • eine Schale für die Marinade
  • ein kleiner Schneebesen
  • ein Löffel
  • etwas Alufolie
  • Messer & Brett zum späteren Aufschneiden

Zutaten:

  • ein schönes Stück Roastbeef, nicht zu klein! (meines hatte ca. 1 kg)
  • 2 EL Olivenöl
  • 8-10 Zweige Thymian
  • 1 TL Dijon-Senf
  • 1 TL körniger französischer Senf
  • 1 TL Honig
  • Pepe e Sale (Fleur de Sel)
Zwar feige aber wirksam: Bratenthermometer

Zwar feige aber wirksam: Bratenthermometer

Das Fleisch wer mag parieren, ich habe das Fett einfach dran gelassen, da es sehr wenig war. Das Fleisch rundum mit Olivenöl einreiben und ebenso rundum scharf anbraten, so daß das Stück eine schöne Braunfärbung bekommt. Dann Thymianblätter abzupfen und zusammen mit Senf, Honig, viel Pfeffer und Salz zu einer Paste verrühren. Diese dann mit einem Löffel (o.ä.) auf die Oberseite des Fleisches auftragen und das Bratenthermometer einstechen (wer keines hat oder mutiger ist, meine Tante sagt immer ca. 10 Minuten pro Zentimeter Höhe).

so darf es ruhig aussehen

Wer es etwas mehr durch mag 😉

Das Fleisch auf ein Stück Alufolie (oder einen flachen Bräter) bei 150-160° mit Ober/Unterhitze auf die mittlere Schiene in den Ofen geben. Wer es sehr rot mag, wartet bis das Fleischthermometer 55/56° anzeigt, wer es etwas mehr durch mag, bis es 59/60° anzeigt. Anschliessend Fleisch herausholen und für etwa 15 Minuten mit Alufolie abgedeckt ruhen lassen, danach die Alufolie abnehmen und das Fleisch auskühlen lassen (oder falls Ihr es warm essen wollt, wäre jetzt der perfekte Zeitpunkt).

Zum Essen mit der Maschine oder einen scharfen Messer das Fleisch dünn aufschneiden und auf einer Platte servieren, dazu Aioli, Brot und Salat reichen und losschlemmen.

Falcata, ein Spanier

Welcome Falcata, der Spanier

Wein? Rot natürlich. Ich habe einen schweren Spanier, einen 2006-er Falcata vom Bioweingut Pago Casa Gran aus der Ecke Alicante/Valencia gewählt. Ein kräftiger Spanier aber mit relativ wenig Frucht, dafür ausgeprägten und gut eingebundenen Holznoten. Den Wein habe ich durch Zufall entdeckt und dann im Internet nachgeordert. Ich fürchte aber, den gibt es nicht mehr….

 

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2 Kommentare zu “nachgemachte Familientradition: Roastbeef

  1. Sieht lecker aus…werde ich mal zu Weihnachten vorschlagen. Bei uns gibt meist Kartoffel-, Nudelsalat und Würstchen 😄 da finde ich Roastbeef die eindeutig festlichere Fleischbeilage 😋 LG Anna

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