hingeguckt und vereinfacht: Parmesanrestesüppchen mit Ravioli und Parmesansahne

Ich bin beruflich recht oft unterwegs und lese dabei dann manchmal aus purer Langeweile auch ab und an auf so informativen Webseiten wie Spiegel Online. Dort stellt Hobbykoch P. Wagner gelgentlich recht schöne Rezepte samt Musik- und Weintip ein. Die werden dann von Lesern im Forum zerrissen oder gelobt – aber scheinbar, zumindest von den Kommentatoren, selten einfach ausprobiert. und ja, genau das habe ich gemacht. Oder zumindest habe ich die Grundidee seiner Parmesan-Reste-Verwertung aufgenommen und meine eigene Geschichte, äh Suppe, daraus gebraut. Und ja, ich glaube im Vergleich zum Spiegel-Rezept ist meine Variante deutlich einfacher zuzubereiten.

Parmesansüppchen, Ravioli und Parmesan-Sahne und Basilikum

Parmesan-Resteecken-Süppchen mit Ravioli Einlage, Parmesan-Sahne und Basilikum

Und trotzdem extrem lecker, das soll ja nicht unerwähnt bleiben! Allerdings solltet Ihr, zumindest falls Ihr diese Suppe, egal nach wessne Rezept, als Vorspeise zuzubereiten plant, auf ein einigermassen leichtes Hauptgericht achten, denn nicht nur die Sahne verspricht mächtig was in den Bauch und auf die Hüften ….

Dieses an Utensil ist am Ende nicht mehr ganz sauber:

  • zwei kleine Kochtöpfe
  • ein Löffel
  • eine hohe Schüssel
  • die Käsereibe
  • Mixer mit Sahne-Schlegeln
  • Messer & Brett

Und das an Zutaten am Ende dafür verkocht (für 2):

  • 150g Parmesankanten und trockene Reste (frischer tut’s auch)
  • 2 x 50g fein geriebener Parmesan
  • 100 ml Sahne
  • 100 ml Weißwein
  • 200ml Gemüsebrühe (die man am Besten selber aus Gemüseresten wie Zwiebel, Sellerie, Möhre etc, kocht)
  • 10 Stück frische Ravioli mit Füllung nach Gusto (oder selber gemacht)
  • 8-10 Blätter frischer Basilikum
  • Pfeffer

Die Parmesanreste zerkleinern wir etwas und kochen diese mit der Gemüsebrühe, die möglichst wenig salzig ist, und dem Weißwein für etwa eine dreiviertel Stunde bei geringer Hitze in Topf No 1 (am besten den, den man am wenigsten oft braucht, denn ggf. festgekochter Käse geht nicht so leicht wieder ab) aus, ich habe währenddessen fast permanent umgerührt um ein Zusammenklumpen des Käses zu vermeiden. Anschließend gießt man die flüssige Suppe in Topf No. 2, die Käsereste können weg. Wer mag, versucht etwas von dem Fett loszuwerden – entweder durch Abkühlung und anschliessendem Abschöpfen oder ganz einfach auf die Saugkraft von Küchenkrepp vertrauend.

Währenddessen schlagen wir die Sahne steif und rühren kurz bevor wir damit fertig sind einmal 50g fein geriebenen Parmesan darunter. Die Parmesan-Sahne kalt stellen, damit sie nicht zusammen fällt. Im Topf No. 2 erhitzen wir die Suppe nochmals für einige Minuten – durchaus kräftig – und geben die Ravioli dazu. Die kochen dann im Parmesansud gar. Am Ende schmecken wir das Ganze mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer ab, Salz werdet ihr nicht brauchen. Das Basilikum fein hacken und für’s servieren beiseite stellen.

Zum Servieren verteilen wir Parmesansuppe und Ravioli auf zwei Suppenteller, geben in jeden Teller 1-2 EL der Parmesan-Sahne hinzu und bestreuen das Ganze mit dem restlichen geriebenen Parmesan und frischem Basilikum. Tutto Bene.

Wein? Im Gegensatz zu Spiegel-Wagner favorisiere ich allerdings einen durchaus kräftigen, trockenen Weißwein (er empfiehlt ’nen kräftigen Roten Itaglener). Aus dem letzten Grenzübertritt nach Spanien von unserer südfranzösischen Paradies-Basis aus hatte ich noch eine Flasche Macabeo von einer kleinen Winzergenossenschaft in den Alberes (deren Namen ich vergaß, die Ihren Wein aber ohnehin nur lokal verkauft) im Keller. Kein Italiener, aber mit den italienischen Weißen tue ich mich persönlich ohnehin schwer. Der genannte ist einer, der dem kräftigen Geschmack der Suppe durchaus was entgegenzusetzen hat und gleichzeitig die unterschwellige Säure mitbringt, die das Essen trotzdem bekömmlich macht. Als Ersatz, da wirklich sehr ähnlich, mag der – allerdings französische – Macabeu vom Chateau Villeclaire herhalten.

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