der Pizzaofen II: römisch statt romanisch? S.ono P.azzi Q.uesti R.omani

S.P.Q.R. – gerade ich als alter Asterix-Leser sollte das Wissen. S.P.Q.R. bedeutet frei übersetzt: „die Spinnen die Römer“, glaubt Ihr nicht? Hier findet Ihr den Beweis. Naja, einen weiteren. Und trotzdem war meine Idee nach dem Teilabriss (ich berichtete in der „Pizzaofen I: Teilabriss„) eher dem römischen Modell zu folgen, als dem romanischen mit schönen runden Bögen, äh, Gewölben.

Wer mal ins schöne Vicus Bonnensis kommt, kann sich den Ideengeber auch anschauen, hier im Bild rechts in klein. Also quadratisch hätte aufgrund der rechteckigen Grundform meines Unterbaus nicht funktioniert, insofern wäre ohnehin ein guter Teil romanischen Ursprungs geblieben. Interessanterweise andersherum, als es dem normalen geschichtlichen Ablauf entsprochen hätte.

Aber egal, Historiker bin ich nicht und die vier in Geschichte hat zum Abitur ausgereicht.

„Ich finde Gewölbe aber viel Schöner“ rief mein Nachbar Burckhard zu mir herüber, als ich gerade anfing mit Steinen ohne Mörtel mit jener rechteckigen Form herumzuspielen.

Ich weiß jetzt nicht, wie Ihr solch einen heftigen Eingriff in eure private Gedankenwelt verkraftet. Ich jedenfalls habe ich mich genau in just jenem Moment an das S.P.Q.R. erinnert und umgeplant. Zumal dieser Schamott-Mörtel (gibt es übrigens bei PCJ für 10.-/10kg-Sack, das letzte mal bin ich dafür noch durch den halben Westerwald zu einem Ofenbauer gegurkt) nicht so fest bindet, wie echter Zement, dafür aber eben die Hitze aushält.

Unterbau Gewölbe

Unterbau Gewölbe

Und weg war sie, die Idee mit den Römern und die Herausforderung wieder ein Gewölbe zu mauern erschien mir auf einmal wie das Ziel all meiner Träume. Also habe ich flöck geschaut, wieviele Dachlatten noch im Keller lagerten und einen schönen Unterbau gezimmert. Das Resultat seht Ihr links im Bild im Live-Einsatz. Auf die Schablone wird dann zunächst trocken eine Reihe Ziegel gelegt und diese mit Holzkeilchen so hinterbaut, das die sich an die Form annähern. Und dann heißt es, viel Zement anrühren und ab dafür. Wer an dieser Stelle glaubt, seine Hände verschonen zu können, der nimmt bestimmt auch für Hefeteig die Knethaken statt die Finger.

mit kleinerer Öffnung

mit kleinerer Öffnung

Wichtig war mir, das ich in der Mitte einen höheren Brennraum bekomme und das sich vorne die Öffnung verkleinert. Natürlicherweise auf minimal 34cm, denn 33cm hat mein Pizza-Schieber in der Breite. Die letzte alte Gewölbe-Reihe habe ich einfach stehen gelassen. Damit bekommt der Ofen nun ein recht interessantes Profil und auch zwei Schnittkanten aufgrund der Höhenunterschiede.

Wie das zu Lösen sein sollte, hatte ich gedanklich erstmal auf später verschoben. Das das gar nicht mal so wenig ist, ist auf dem Bild rechts zu sehen. Aber zur Beruhigung, ich habe das Problem später durch schräges Teilen der Backsteine mit einer Fliesen-Flex, die ich mir irgendwann einmal angeschafft hatte, gelöst. Tutto Bene also.

Das für die Öffnung wiederum eine eigene Schablone erforderlich war, versteht sich von selbst. Im Bild rechts sieht man aber, das ein gut gemauertes Gewölbe auch wenn es frisch gemauert ist, nicht mehr auf der Schablone aufliegt. Die kann zum Test ob das Gemauerte hält dann auch direkt – vorsichtig! – herausgezogen werden.

Mit dem späteren Verschließen der Höhenunterschieds-Spalte war mein Schamott-Vorrat dann auch aufgebraucht. Fazit: Damit sich das auch monetär lohnt, müssen wir viel Pizza essen, denn nur für den Umbau habe ich bisher 5 Säcke a 10kg Schamott-Mörtel verbaut.  Was ihr nicht wisst, ist das im Gesamten Fundament und Unterbau (auch im Bild rechts unterer Teil) fast 400kg Zement stecken, da aber als Zement vermischt mit 1/4 Zement und 3/4 Sand….

Fortsetzung folgt….

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3 Kommentare zu “der Pizzaofen II: römisch statt romanisch? S.ono P.azzi Q.uesti R.omani

  1. Ich hätte den alten Ofen so belassen, und einfach die Pizza Größe verändert. . . . . 😉. . . 🍕

  2. Ich hätte den alten Ofen so belassen . . .
    Und einfach die Pizza Größe verändert . . . 🍕. . . 😉

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