Lamm mit Kartoffeln und Aubergine – in der Tajine

Lange stand sie da ganz vereinsamt oben auf dem Schrank, meine Tajine, gekauft vor etwa einem Jahr in Marrakesch und anschließend heil im Koffer nach Hause gebracht. Ab und an habe ich sie letzten Sommer benutzt, vor einiger Zeit hatte ich mein Cassoulet darin gemacht (ohne Deckel) aber seitdem fristete sie da oben Ihr Dasein als Staubfänger. Aber das hatte sich am Sonntag dann geändert und neue Aromen haben Ihr frisches Leben eingehaucht… und Auberginen habe ich irgendwie gerade immer zur Hand 😉

Lamm, Kartoffeln, Auberginen und noch was...

Lamm, Kartoffeln, Auberginen und noch was…

Und das wird benötigt:

  • eine Tajine samt Deckel (oder ein anderer Schmortopf)
  • ein Holzlöffel
  • ein Grill oder Campingbrenner

    Fleisch anbraten

    Fleisch anbraten

  • Messer & Brett
  • eine Zitronenpresse
  • ein Zestenreisser
  • ein kleines Sieb (zum Mehl stäuben)
  • eine Pfanne
  • eine Schüssel
  • ein Sparschäler

Und das an Zutaten (als Hauptgang für 4)

  • 500g Lammfleisch, gewürfelt
  • 500g Kartoffeln
  • zwei Scharlotten
  • drei Zehen Knoblauch
  • eine halbe Tomate
  • eine halbe Aubergine
  • eine halbe frische (rote!) Chili-Schote
  • eine Handvoll gehackte Blatt-Petersilie
  • 0.1l Olivenöl
  • 0.1l Zitronensaft (Saft von ca. 1/2 großen Zotrone)
  • Zesten von 1/2 großen Zitrone
  • 50g Butter
  • ca. 1 EL Mehl

    Sauce vorbereiten

    Sauce vorbereiten

  • 1/2 TL Paprikapulver
  • 1 TL Pul Biber
  • drei Zweige Thymian
  • 0.1l Hühnebrühe
  • 0.1l Weißwein

Und los geht’s. Tajine vor dem Gebrauch ca. 2h wässern. Dann entweder auf den Grill direkt auf die Kohle stellen oder mit dem Gas-Brenner von unten erhitzen. Etwa die Hälfte des Olivenöls hinein geben und das gewürfelte und vom Fett befreite Lamm-Fleisch darin anbraten. Kartoffeln ausnahmsweise einmal schälen und würfeln, dann in der Schüssel in Wasser legen um die Stärke abzuwaschen (so entwickeln Sie eine schönere Kruste). Sobald das Lamm angebräunt ist, die Kartoffeln dazugeben und bei gelegentlichem umrühren weiter anbraten.

Parallel hacken wir die Scharlotten und den Knoblauch und Zeitronenzesten, schmelzen in der Pfanne die Butter und lassen beides darin etwas schmirgeln, aber nicht zu sehr anbräunen! Dann geben Paprikapulver, Pul Biber dazu und bestäuben das Ganze unter kräftigem rühren mit Mehl. Anschließend mit Hühnerbrühe, Zitronensaft und Wein ablöschen und noch ein, zwei Minuten köcheln lassen, dann den Herd ausstellen. Die Sauce sollte sämig, aber nicht zu fest sein. Zur Not noch mit etwas Wasser verdünnen.

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Alles in die Tajine schichten

Die Aubergine würfeln und mit dem restlichen Olivenöl übergießen, Tomate in Scheiben schneiden, dann Petersilie und Chili fein hacken. Nun kommt alles in die Tajine. Zuerst die Auberginen, die rühren wir unter die Kartoffeln, dann das Ganze vorsichtig salzen (hier braucht Ihr etwas Gefühl wegen der Menge, ich hatte drei ordentliche Prisen), darauf legen wir Petersilie, Chili, Tomaten und Thymian-Zweige und ganz obenauf gießen wir die Zwiebel-Knoblauch-Sauce.

Jetzt zuerst ohne weiteres Umrühren den Deckel drauf geben (ab jetzt könnte die Tajine auch für ca. 1 Stunde bei 180° in den Ofen) und für etwa eine knappe Stunde alles garen, dabei Zwischendurch 2-3 mal ordentlich umrühren – so habt Ihr auch die Kontrolle, das nichts anbrennt und es nicht zu trocken wird. Zur Not einfach etwas Wasser dazu geben.

Schmeckt ganz alleine. Ohne Worte.

Dazu? Ich hatte einen Langue D’Oc, einen Cuvee Andreas vom Weingut Chateau de L’Ille. Den hatte ich letztes Jahr aus dem Urlaub selber importiert. Das Cuvee aus Syrah, Mourvèdre und Grenache wurde zum Teil in Holz gelagert und wirkt mit der Holznote auch gut gegen die deftigen Aromen.

Das Chateau liegt auf einer Halbinsel, die in den „Etang de Bages“ ragt, gelegen südlich von Narbonne und ich hatte es beim Joggen rund um Peyriac de Mer entdeckt.

(l)Text und Rezept unter der Open Database License (ODbL).
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