Tagliatelle mit Artischocken und Garnelen in Gedenken an „i limoni“

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Heiss (!!) servieren!

Zwei an einem Tag. Kochen kann man das, aber zwei Blogs an einem Tag? Ja, auch das geht.

Warum „In Gedenken an ‚I Limoni'“: Vor einigen Wochen in Marrokko sind wir gerne und entspannt zweimal in diese Oase der Ruhe eingekehrt. Tür auf, rein, Tür zu und der nordafrikanische Trubel ist draußen.
Gutes Essen gibt es bekanntlich nicht überall und italienisch kann ich ohnehin fast jeden Tag essen. Warum also nicht auch in Marokko?

Aber nicht das der geneigte Leser jetzt denkt, ich habe etwas nachgemacht, was ich dort gegessen hatte.
Nein. Aber die Zitrone in diesem Gericht passte einfach zum Namen – daher nehme ich dieses gestern erdachte Rezept einfach her als Hommage an das „I Limoni“ in Marrakesch.

Wir brauchen:

  • 20 Minuten
  • eine Pfanne
  • einen Topf
  • ein Brett
  • unser Messer
  • ein kleines Sieb
  • ein großes Sieb
  • einen Holzlöffel (o.ä.) zum Rühren

Und das kommt rein (für 2 Hungrige als Hauptgang):

  • 250g Tagliatelle, am besten Frische
  • abgeriebene Schale von 1/2 Zitrone

    Schmirgel

    Butter, Zitronenschale und Knoblauch schmirgeln lassen

  • 1 – 2 EL Zitronensaft
  • 3-4 große (!) Zehen Knoblauch
  • ca. 10-12 Garnelen
  • 2 Artischockenherzen, geachtelt
  • 50g Butter
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Mehl
  • 3-4 EL Sahne
  • 3-4 EL Weißwein
  • 2 EL gehacktes frisches Basilikum (oder andere Kräuter)
  • Pepe e Sale
  • Parmesan/Pekorino nach belieben

Wenden wir uns den Artischocken zu. Ich hatte tiefgefrorene Herzen (die gab es letztens bei Lidl, sind aber wirklich gut). Wenn man Zeit hat, sollte man natürlich frische Artischocken nehmen, gerade gibt es die ja.
Dazu würde ich die äußeren Blätter entfernen und die Artischocken ca. 20 Minuten in Zitronenwasser köcheln. Anschließend das Heu mit einem Teelöffel heraushebeln und Achteln.

Knoblauch schälen, hacken und gut salzen (natürlich mit Fleur du Sel), nach ca. 10 Minuten nochmal mit dem Messer hacken, so das eine Salz-Knoblauch-Paste entsteht.

Jetzt die Pfanne aufstellen bei mittlerer Hitze Butter, Olivenöl, Knoblauch und fein geriebene Zitronenschale hinein und etwas schmirgeln lassen. Dann die Artischocken dazu geben und nach einer Weile mit dem Weißwein ablöschen. Nun mit dem kleinen Sieb das Mehl darüber sieben und kräftig umrühren. Das ist ein billiger Trick, der auch bei Saltimbocca die Sauce schön sämig macht. Hitze reduzieren und Sahne dazugeben.

Nun das Kochwasser für die Tagliatelle einschalten (OK, ich habe Induktion, dauert also 3 Minuten bis zum Kochen). Wenn das Wasser kocht, die Nudeln hinein und gleichzeitig die Garnelen in die Sauce geben. Je nach Zustand und Säuregehalt der Sauce etwas Zitronensaft hinzugeben, ordentlich umrühren, ganz zum Schluss den gehackten Basilikum unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Tagliatelle abgießen und rein in die Pfanne zur Sauce und wieder umrühren.

Nicht ohne vorher schon alle Mitesser am Tisch versammelt zu haben, denn:
Heiß servieren!

Wer mag reibt sich ein bisschen Parmesan darüber.

Wein? Na klar, ein fruchtiger Rose aus der Vaucluse.
Oder ein anderer gut gekühlter, frischer Weißer, gerne etwas schwerer und mit etwas Säure und Zitrus-Aromen um der feinen Säure der Pasta einen Gegenpart zu geben.

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