Sehnsucht nach dem Sommer: gebackene Paprika, eine einfache Tapa

Warum?

Januar.
Regen- und trotz des vermeintlichen Frühlings (hier in Bonn blühen schon ein paar japanische Zierkirschen) kommt so langsam die Sehnsucht nach dem Sommer auf. Gerade getern traf ich mich mit Micha, den hab ich letzten Sommer auf einem Campingplatz in Frankreich kennengelernt. Und just heute bin ich mit dem Motorrad zur Arbeit gefahren :-).

Daher lebe ich jetzt schamlos meine Sommerlust aus und widme mich heute dieser einfachen Tapa, die geradezu nach Sommer riecht ….

Gebackene Paprika

prakika

gebackene Paprika – angerichtet

Die Paprikas machen sich ideal als kalte Vorspeise in einer ganzen Ansammlung von Tapas, das Gute ist, man kann die schon am Tag vorher machen. Ich habe die Paprika aber auch schon auf eine Pizza gelegt, in den Salat geworfen, eingelegt oder sonstige Späße damit gemacht. Eine Art „Allrounder“ also.

Metadaten

Wir brauchen etwa 30-40 Minuten, maximal 15 davon aktiv. Aber besser wird’s wenn die Prakika (O-Ton – Sohn …. vor ein paar Jahren) ein paar Stunden durchziehen können.

Wir brauchen Backofen, Messer, Brett und einen Teller.

Zutaten für einen Teller voll (s. Bild)

  • ca. 4-6 rote Spitzpaprika („normale“ gehen auch, sind mir persönlich aber zu süß)
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • eine Handvoll gehackte Petersilie
  • gutes Olivenöl
  • etwas Zitronensaft
  • Fleur de Sel

So geht’s

Die Paprika gründlich waschen und dann auf ein Rost in den Backofen bei 250°, ich nehme immer den Mix aus Oberhitze und Umluft. Es geht auch auf dem Kohle-Grill wenn man aufpasst, schmeckt sogar besser. Im Ofen solltet Ihr auf jeden Fall ein Backblech mit Backpapier o.ä. stellen, die Dinger siffen, das die Reinigung des Ofens sicher bis zum Sommer dauert ;-).

Aufpassen – wenn die Haut schwarz wird, ist das nicht schlimm, aber das Fleisch sollte nicht anbrennen, daher immer mal wenden, bis die Paprika sehr dunkel sind und das Fleisch rundum weich ist. Das sieht man auch daran, das sich die Haut teilweise schon ablöst.

Nun die Paprika aus dem Ofen holen und etwas abkühlen lassen, aber nicht zu sehr. Dummerweise löst sich die Haut besser ab, wenn die Dinger noch heiß sind. Das heißt also: Jetzt Haut ablösen und gleichzeitig die Stielansätze samt Samen entfernen. Das ist eine schöne Handarbeit und auch ein wenig Sauerei. Wenn es zu heiß wird oder einige Kerne zu nervig am Fleisch kleben, halte ich die Paprika kurz unter den Wasserhahn und lasse kaltes Wasser laufen. Beim Häuten und Putzen kann man die Paprika bereits schön „filetieren“, also in längliche Viertel oder Drittel teilen.

Die „Filets“ dann sternförmig auf einen Teller legen, Knoblauch in Scheiben schneiden und drüber verteilen, salzen, gehackte Petersilie und Zitronensaft drüber. Zum Schluss mit Olivenöl beträufeln und kalt stellen (Keller reicht).

Was kann man falsch machen?

  • Et jit nix, wat et nit jitt. Wenn man Pech hat, kriegt man schlechte Paprika, das merkt man beim Kaufen schon daran, das dass Fleisch sehr dünn ist. Dann kriegt man hinterher kaum was essbares raus und viel vom Fleisch bleibt an der Haut kleben. Das passiert übrigens auch, wenn der Ofen nicht heiß genug ist.
  • Was tödlich ist, ist die Stielansätze und Kerne vor dem vor dem Backen heraus zu schneiden. Dadurch werden die Prakika zu trocken, die Haut geht schlecht ab, ist alles Käse. Lasst es einfach.
  • Frischhaltefolie! Die klebt auf den Paprika und transportiert das Olivenöl an den Rand, eine tierische Sauerei!
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